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Neue Doku-Soap des HSV-Stars Die Kardashians aus dem Pott – warum man bei den Lasoggas nicht weggucken kann

Die Lasoggas
"Die Lasoggas" heißt die Reality-Soap über die Familie von Pierre-Michel Lasogga
© Bild
Pierre-Michel Lasogga wird Reality-Star. In mehreren Folgen zeigt der HSV-Spieler Ausschnitte aus seinem Familienalltag. Das erinnert stark an eine andere berühmte Familie - und ist genauso peinlich wie faszinierend.

HSV-Fans mussten in den vergangenen Jahren einiges einstecken und ertragen: so viele Trainerentlassungen, dass man selbst als Anhänger mit gutem Gedächtnis nicht mehr mitkommt. Spieler, die sich krankschreiben ließen, um möglichst schnell das Weite zu suchen. Häme von gefühlt jedem anderen Fußballfan des Landes. Und am Ende der bittere Abstieg in die Zweite Liga am 12. Mai. 

Pierre-Michel Lasogga: Neue Doku über den Fußballer

Dass sie aber irgendwann Pierre-Michel Lasogga sehen würden, der in seinem Sportwagen fährt und Wolle Petrys Kracher "Ruhrgebiet" von sich gibt, das hätte sich wohl kein HSV-Fan in seinen kühnsten Träumen vorstellen können. Aber da müssen sie jetzt durch. Denn Mittelstürmer Lasogga wird Reality-Star. In "Die Lasoggas. Eine fast normale Fußball-Familie" - produziert von der "Bild"-Zeitung - bekommen Zuschauer einen Einblick in den Alltag des Sportlers und seiner Familie. Im Zentrum des Geschehens stehen neben dem Fußballer natürlich Mama Kerstin Lasogga, die jüngeren Geschwister Jenny, Gian-Luca und Etienne und Lasoggas Lebensgefährtin Sally Wohlers.

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Und nicht nur Lasogga fährt offenbar gerne singend Auto - Mama Kerstin trällert in ihrer Karre mit zu den roten Ledersitzen passendem Oberteil den Haddaway-Evergreen "What is Love". "Baby don't hurt me", singt sie, und es tut weh. Weggucken kann man irgendwie trotzdem nicht. Es ist wohl der Kardashian-Effekt, der auch im Fall der Lasoggas einsetzt. Sie sind irgendwie bizarr, verdammt prollig, dabei aber tatsächlich authentisch und irgendwie - man möchte es kaum zugeben - fesselnd.

Familie Lasogga, die Kardashians (mit Strasssteinen und Geissen-Einschlag) aus dem Ruhrpott: Da wäre das Familienoberhaupt, die Mutter, mit der markanten blondierten Kurzhaarfrisur, die nicht nur "Mama für alle" ist, sondern auch die Managerin ihres Sohnes. Außerdem der Star der Familie: Im Fall der Kardashians war das zu Beginn die zweitälteste Tochter Kim - bei den Lasoggas ist es natürlich Pierre-Michel, der Profifußballer.

Kerstin Lasogga vermarktet die Familie

Und dann ist da noch der Rest der Familie, den bislang noch niemand kennt. Das könnte sich allerdings schnell ändern. Gian-Luca, Jenny und Etienne stehen schon in den Startlöchern. Wenn sie schon keine Fußballstars werden, dann wenigstens Reality-Stars.

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Eingetütet wurde das Ganze vermutlich von Mama Lasogga höchstpersönlich. Seit Jahren ist sie für die Belange ihres Sohnes zuständig. Wie eng ihre Beziehung ist, darüber sprechen Mutter und Sohn selbstverständlich auch in ihrer Soap. Dass sich so mancher über das Konterfei seiner Mutter, das er sich auf den Arm stechen ließ, lustig macht, stört Lasogga nicht. Ebenso wenig die Häme, die die beiden nach einem - nun ja, zumindest gewöhnungsbedürftigen - Fotoshooting bekommen hatten. Auf besagtem Foto steht Kerstin Lasogga nah bei ihrem Pierre-Michel und fasst ihm mit ihrer manikürten Hand auf den unbekleideten Oberkörper. Wie das Mama und Sohn halt so machen. 

Teuerster Zweitligaspieler aller Zeiten

Er kann ihr eben zu hundert Prozent vertrauen, verrät der 26-Jährige vor den Kameras. Und sie sich bestens durchsetzen. Sie glaube schon, dass sie ernst genommen würde. "Sonst hätte Pierre nicht so einen Vertrag", sagt sie. Ein Satz, der vermutlich einigen Verantwortlichen beim HSV Schmerzen bereitet.

Tatsächlich hat der Mittelstürmer, der in der Vergangenheit von fast jedem Trainer über kurz oder lang auf die Bank gesetzt wurde, einen Zweitligavertrag, der sich gewaschen hat. 3,4 Millionen Euro verdient Lasogga, pro Tor kommen angeblich noch 45.000 Euro drauf. Stiege die Mannschaft im kommenden Jahr auf, dürfte er sich wohl zudem über einen Aufstiegsbonus und noch mehr Gehalt freuen. 

Er könnte sich also in Zukunft aufs Training konzentrieren und einfach nur Fußball spielen. Warum er sich trotzdem dazu entschlossen hat, seinen Familienalltag von Kameras begleiten zu lassen? "Der Fußball entfernt sich immer mehr von den Fans, daher will ich nicht nur mit Toren, sondern auch mit Nähe zurückzahlen. Wir verstellen uns nicht, sondern zeigen uns so, wie wir sind, und dazu stehe ich vollkommen", erklärt er gegenüber "Bild". Geld habe er für das Projekt nicht bekommen. 

Die Lasoggas sind so weit weg vom nordischen Understatement wie der Verein von der Champions League. Und jeden HSV-Fan würde der direkte Aufstieg mehr freuen als die Möglichkeit, einen Einblick in den Familienalltag des Clans zu bekommen. Und trotzdem: Auch die Kardashians sind nicht ohne Grund berühmt geworden. Die Fähigkeit, Zuschauer an sich zu binden - und sei es durch Fremdscham -, muss man erstmal haben. 

HSV-Fans auf der Auswärtsfahrt nach Magdeburg

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