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PRINZ WILLIAM: »Ich will vor allem Spaß haben«

Für Prinz William, Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana, beginnt an diesem Montag das Studium. ?Will? möchte nur »ein ganz normaler Student« sein – und viel Spaß haben.

Für Prinz William (19), Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana, beginnt an diesem Montag das Studentenleben. »Ich will vor allem Spaß haben«, sagte der hoch gewachsene, gut aussehende »Will« in Interviews britischer Zeitungen. Er wünsche sich, an der schottischen Elite- Universität St. Andrews, wo er ein vierjähriges Studium der Kunstgeschichte aufnimmt, ein »ganz normaler Student« zu sein.

»Wo Will ist, ist auch ein Menschenauflauf«

Dieser Wunsch, so meinte der »Guardian«, dürfte bei den William nachgesagten »Starqualitäten« wohl kaum in Erfüllung gehen. »Wo Will ist, ist auch ein Menschenauflauf«, schrieb die Zeitung. Das war auch am Sonntagabend nicht anders, als William von seinem Vater in dem Universitätsstädtchen östlich von Edinburgh abgeliefert wurde.

Mädchenschwarm und begehrter Junggeselle

4000 Menschen säumten die Straßen, um einen Blick von dem Teenage-Prinzen in Blue Jeans zu erhaschen. Einige junge Mädchen kreischten vor Begeisterung, andere schüttelten ihm die Hände. »Er ist wirklich ein riesiger Popstar«, sagte ein Bediensteter der öffentlichen Toiletten. Noch nie zuvor hätten so viele junge Mädchen vor den Spiegeln ihr Make-up aufgefrischt.

William selbst glaubt, dass sich die Aufregung um ihn bald legen wird. »Alle werden sehr schnell von mir gelangweilt sein - wie das so ist«, sagte er. »Ich kann sehr schnell Leute ausmachen, die sich von mir Vorteile versprechen, oder ein Stück von mir haben wollen. ... Und ich lasse sie links liegen.«

Bewerbungen junger Studentinnen um 44 Prozent gestiegen

Die meisten der 6500 Studenten an der 1411 gegründeten Universität kommen von Privatschulen, viele von ihnen sind Ausländer. Die Bewerbungen - besonders von jungen Studentinnen aus dem Ausland - sollen wegen des jungen Prinzen um 44 Prozent gestiegen sein.

Sucht sich seine Freunde nicht nur in der Aristokratie

William will sich dort aber nicht in einem »kleinen Kreis« abschotten. »Ich wähle meine Freunde nicht danach aus, wo sie herkommen und wer sie sind, sondern nach ihrem Charakter«, sagte er. Und wenn er auf Anti-Monarchisten stoße? »Jeder ist zu seiner eigenen Meinung berechtigt. Das bedeutet nicht, dass ich mich mit ihnen nicht verstehe.«

Schottland habe er ausgewählt, um so weit wie möglich von England entfernt zu sein. Die Abgelegenheit und Stille der 17 500 Einwohner zählenden Stadt an der schottischen Nordseeküste habe ihm gefallen. »Natürlich werde ich immer eine Bewachung dabei haben müssen, aber ich freue mich auf die größere Unabhängigkeit in entspannter Atmosphäre.«

Wildes Leben nicht ausgeschlossen

Neben ihrem ausgezeichneten akademischen Ruf ist die Universität St. Andrews allerdings auch für ausschweifendes Studentenleben bekannt. Die drei Hauptstraßen des Städtchens beherbergen 22 Pubs - per Quadratkilometer mehr als jede andere britische Universitätsstadt - zwei Discos und jede Menge Bars. Studentinnen springen laut »Daily Mail« nach Strandpartys hier schon mal nackt in die Nordsee.

»Ich bin kein großer Liebhaber von Partys, auch wenn viele das glauben mögen«, sagte William am Sonntag. »Aber, wie jeder andere junge Mensch, gehe ich von Zeit zu Zeit schon mal ganz gerne aus.«

Anna Tomforde