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Popstar: Rihanna sendet Twitter-Botschaft an Kanzlerin Merkel - das ist ihre Forderung

Ungewöhnliche Wortmeldung: Popsängerin Rihanna wandte sich auf Twitter mit einer Forderung direkt an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Regierungssprecher Steffen Seibert antwortete prompt.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat es nicht immer leicht. Ständig muss sie sich mit Menschen rumschlagen, die irgendwas von ihr wollen. Ob SPD-Chefin Andrea Nahles, CSU-Chef Horst Seehofer oder US-Präsident Donald Trump - jeder stellt an die Regierungschefin Forderungen.

Rihanna hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Twitter angeschrieben.

Rihanna hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Twitter angeschrieben.

Jetzt hat sich auch noch Popsängerin Rihanna zu den Bittstellern gesellt. Die auf Barbados geborene Sängerin wandte sich auf Twitter an Merkel und Entwicklungsminister Gerd Müller. Der erste Teil ihrer Botschaft erhielt ein Lob an die Regierung: "Ich bin begeistert zu sehen, dass Deutschland Bildung priorisiert", schrieb die 30-Jährige in dem sozialen Netzwerk.

Rihanna stellt Forderungen

Doch der zweite Teil erhielt eine Forderung, aus der sich auch Kritik rauslesen lässt. "Werden Sie Ihr Versprechen einhalten, Ihren finanziellen Beitrag für das Programm der Organisation Global Partnership for Education auf 50 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen? Helfen Sie uns, es aufrecht zu erhalten", schrieb die Sängerin ("We Found Love") und endete mit einem auf Deutsch geschriebenen "Danke!".

Global Partnership for Education setzt sich in 87 Ländern für Schulbildung ein, Rihanna ist Botschafterin dieser Organisation. In einem am Dienstag in der britischen Tageszeitung "Guardian" veröffentlichten Artikel hielt die Künstlerin ein flammendes Plädoyer für Bildungsinvestitionen - und verwies dabei auch auf ihre eigenen Erfahrungen als Schülerin auf Barbados. "Bildung kann dir von der einen Sekunde auf die andere genommen werden. Wie wir es erst kürzlich wieder gesehen haben, wird die Karibik von Naturkatastrophen heimgesucht, die Schulen auslöschen und tausende Kinder zurücklassen", schrieb die 30-Jährige in dem Gastbeitrag.

Steffen Seibert antwortet

Sowohl Regierungssprecher Steffen Seibert als auch das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) antworteten. Seibert dankte Rihanna in einem Tweet für die Nachricht sowie ihr Engagement und betonte, Deutschland unterstütze aktiv Bildung für alle. Ein Ausbau des Engagements für Bildung in Entwicklungsländern sei geplant.

Das BMZ unterfütterte seine Antwort mit konkreten Zahlen: Das Ministerium stelle mehr als 550 Millionen Euro pro Jahr für weltweite Bildung zur Verfügung und werde sein Engagement für das Global Partnership for Education weiter verstärken.

che