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Windsor-Weihnacht: Von Zickenkrieg keine Spur - so haben die Royals die Festtage verbracht

Die Windsors trafen sich über Weihnachten auf Einladung der Queen auf ihrem Anwesen Sandringham in Norfolk. So verliefen die Festtage.

So sehen die Weihnachtskarten der Royals aus

Das Weihnachtsfest ist traditionell das Fest der Liebe und der Familie, das rituell gemeinsam gefeiert wird, auch wenn sonst zwischen den Verwandten nicht immer gute Stimmung herrscht. Das ist auch bei den britischen Royals nicht anders.

In der Adventszeit hatte sogar das Gerücht kursiert, die verschwägerten Herzoginnen von Cambridge und Sussex befänden sich in einem Zickenkrieg um die Gunst der Königin, das Interesse der Öffentlichkeit und um den angemessenen Umgang mit ihrem Personal.

Die Queen hat geladen

Trotzdem trafen sich die Windsors wie jedes Jahr am Nachmittag des 24. Dezember auf Einladung der Queen auf deren Anwesen Sandringham in Norfolk, um nach deutscher Tradition schon Heiligabend die Geschenke auszupacken (was in Großbritannien normalerweise erst am nächsten Morgen gemacht wird), abends ein festliches Dinner einzunehmen und am 1. Weihnachtsfeiertag gemeinsam in die Kirche zu gehen. Mit von der Partie waren dieses Jahr neben Elisabeth II. und Prinz Philip noch Charles und Camilla, die Prinzen William und Harry mit ihrem Anhang, die Kinder von Prinzessin Anne, Zara Tindall mit Mann Mike und Peter Phillips mit Gattin Autumn, sowie die Familie von Prinz Edward und die Töchter von Prinz Andrew, Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie, letztere natürlich in Begleitung ihres frisch angetrauten Gatten Jack Brooksbank.

Nicht dabei war Doria Ragland, die alleinstehende Mutter von Meghan Sussex, da es nicht üblich ist, dass die Königin Angehörige eingeheirateter Familienmitglieder einlädt. Das ist weniger eine Frage des Standesbewusstseins, sondern des mangelnden Platzes: Sandringham ist kein großes Schloss sondern wurde ursprünglich im späten 19. Jahrhundert als Landsitz für Edward VII. gebaut, als er noch Prinz von Wales war, und verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Schlafzimmern. Oft müssen über Weihnachten sogar die Angestellten ihre Zimmer für anreisende Mitglieder der königlichen Familie räumen, damit alle gut 30 Gäste unterkommen können. Nur Prinz William und seine Familie haben das Problem nicht, da ihr Landhaus Anmer Hall nur wenige Kilometer entfernt liegt, sie können über die Feiertage in ihren eigenen Betten schlafen

Meghan und Kate Seite an Seite

Der Spaziergang der Royals von der Residenz Sandringham zur nahe gelegenen kleinen St. Mary Magdalene Pfarrkirche am Morgen des 25. Dezember ist Kult, jedes Jahr säumen reichlich Fans den Weg, um einen Blick zu erhaschen und Weihnachtswünsche zu überbringen. Dieses Jahr waren Kate und Meghan nach der Königin bei den Schaulustigen die begehrtesten Mitglieder der königlichen Familie, die beiden plauderten angeregt sowohl miteinander als auch mit vielen Menschen am Wegesrand und wirkten fröhlich und entspannt, wie auch der Rest der Familie.

Später ging es zum gemeinsamen Mittagessen zurück ins Herrenhaus, ein weiterer traditioneller Programmpunkt ist dann immer um 15:00 Uhr das gemeinsame Anschauen der Weihnachtsansprache der Queen im Fernsehen, nachmittags werden Spiele gespielt und abends gibt es ein weiteres festliches Essen. 

Am 2. Weihnachtsfeiertag treffen sich die männlichen Royals zur Jagd, geschossen werden Fasane und andere Wildvögel. Um die Mittagszeit treffen sich die Jäger mit ihren Damen zum Lunch irgendwo auf dem Gelände, diesmal Jahr war es Wood Farm, ein historisches Farmhaus, in dem Prinz Philip inzwischen viel Zeit verbringt, seit er 2017 mit beachtlichen 96 Jahren in den Ruhestand ging. Dort widmet er sich seinen Hobbys Lesen, Malen und gelegentlichen Kutschausflügen im Park.

Die Royals fliegen in die Sonne

Gegen Abend reisen die ersten Gäste dann auch schon wieder ab, denn Silvester feiern die Windsors nicht im Familienverbund. Die Königin und Ihr Prinzgemahl bleiben normalerweise bis Anfang Februar in Sandringham, die jüngeren Royals fliegen oft spätestens im Januar lieber in die Sonne, um dem feuchtkalten britischen Wetter zu entkommen. Insbesondere die werdenden Eltern Harry und Meghan Sussex werden die wenige Zeit, die ihnen noch bis zur Geburt ihres ersten Kindes im Frühling bleibt, sicher noch nutzen wollen, um sich zu erholen.

Prinz Harry hat dieses Jahr immerhin rund 200 offizielle Termine wahrgenommen und seine Frau war trotz der erst im Mai erfolgten Hochzeit und baldigen Schwangerschaft auch schon bei über 100 repräsentativen Anlässen dabei. 

Nächstes Jahr zu Weihnachten wird die Queen jedenfalls mit einem kleinen Prinzen oder einer kleinen Prinzessin von Sussex noch einen Gast mehr auf Sandringham begrüßen können.

Meghan Markle Prinz Harry