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Insolvenzverfahren und Trennung: Erst macht er auf dicke Hose - jetzt redet sich Boris Becker arm

Seit gegen ihn ein Insolvenzverfahren läuft, versucht Boris Becker den Eindruck zu vermitteln, er sei liquide. Doch angesichts seiner bevorstehenden Scheidung hört man von ihm andere Töne.

Boris Becker will im Interesse des Sohnes eine faire Scheidung

Boris Becker will im Interesse des Sohnes eine faire Scheidung

DPA

Boris Becker steckt gerade in einer kritischen Lebenssituation - wirtschaftlich wie privat. Noch immer läuft gegen ihn ein Insolvenzverfahren, das eigentlich schon am 21. Juni hätte beendet sein sollen. Dazu kommt die Trennung von seiner Ehefrau Lilly und das anstehende Scheidungsverfahren.

Das könnte Becker in eine strategische Zwickmühle bringen. Denn in den vergangenen zehn Monaten versuchte der dreifache Wimbledon-Sieger stets den Eindruck zu vermitteln, als sei er finanziell solvent. "Es ist falsch, dass ich pleite bin", sagte der Leimener im vergangene November in einem großen Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" ("NZZ"). 

Boris Becker haut auf die Pauke

Große Teile dieses Gesprächs prahlt Becker mit seiner Bonität: "Ich bin ja nicht vermögenslos oder pleite. Das ist ja die Crux. Ich fahre heute Abend nach Zürich, checke in ein Hotel ein und bezahle meine Rechnung. Wenn ich insolvent wäre, könnte ich das ja nicht. (...) Es ist irrsinnig, zu glauben, ich sei pleite."

Dabei haut der 50-Jährige ordentlich auf die Pauke: "Mein Name, meine Marke sind so präsent wie in den vergangenen 20 Jahren nicht", sagt er. "Der Name Boris Becker ist heiß." Und falls die Botschaft nicht angekommen sein sollte, wiederholt er noch mal: "Mein Geschäft ist meine Marke, und die brennt gerade."

Ein ähnliches Bild vermittelte Boris Becker diesen Juni im Interview mit der "Bild am Sonntag": "Ich habe beruflich sehr gute und viele Aufträge, die ich natürlich auch durch meine Öffentlichkeit und die Präsenz in den Medien bekommen habe", sagte Becker dem Boulevardblatt. "Wenn ich heute Vorträge halte, wird das sogar besser honoriert als noch vor drei oder vier Jahren. Weil immer viele Leute zuschauen, wenn der Becker was sagt. Und auch, wenn es keiner glauben mag: Ich bin hinter den Kulissen auch als Unternehmer sehr erfolgreich und habe damit viel Geld verdient."

"Ein paar Mark hab ich schon"

Mittlerweile hat sich die Tonlage jedoch etwas verändert.  Mit Blick auf das anstehende Scheidungsverfahren sagte Becker am Montagabend in der Sat.1-Show "Endlich Feierabend": "Ich kann nur das bezahlen, was ich habe." Auf die Nachfrage, wie viel er denn noch besitze, sagte der frühere Tennisprofi:  "Ein paar Mark oder Euro oder Pfund habe ich schon, aber vielleicht nicht mehr ganz so viel wie vor zehn Jahren." 

Derart leise Töne hatte man in den vergangenen Monaten von Boris Becker nicht vernommen. Es kommt eben immer drauf an, in welche Richtung die Worte adressiert sind: an den Insolvenzverwalter - oder den Scheidungsanwalt.

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