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Freilassung nach Drogendelikt: Wie Kim Kardashian einem Mann half, nach 22 Jahren aus dem Gefängnis zu kommen

Reality-TV-Star Kim Kardashian setzt sich für verurteilte Straftäter ein – nun wird dank ihrer Unterstützung erneut ein Mann vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Kardashian studiert jetzt sogar Jura.

Kim Kardashian auf dem Roten Teppich bei den MTV Movie & TV Awards

Kim Kardashian verkauft ihre alte Kleidung bei eBay

Picture Alliance

Kim Kardashian hat mit ihren öffentlichen Auftritten lange Zeit ihr oberflächliches Image gepflegt. Doch mit 38 Jahren schlägt das It-Girl langsam einen seriöseren Lebensweg ein: Kardashian widmet sich strittigen Rechtsfällen und kämpft für mehr Gerechtigkeit im US-Justizsystem. Dabei hat sie jetzt einen Erfolg erzielt. Mit Hilfe des Reality-TV-Stars kam ein Mann nach 22 Jahren aus dem Gefängnis frei.

Jeffrey Stringer war wegen eines kleineren Drogendelikts zu lebenslanger Haft verurteilt worden. NBC News berichtet, dass Stringer Ende der Neunziger festgenommen wurde, weil er Kokain herstellte und verkaufte. Da er bereits vorbestraft war, musste er aufgrund der strengen Gesetzeslage in seinem Heimatstaat Florida für den Rest seines Lebens hinter Gitter. Nun darf er aber nach jahrzehntelanger Gefängnisstrafe zurück zu seiner Familie.

Kim Kardashian setzt sich für Freilassung von Straftätern ein

Seine Tochter sagte NBC News, sie habe ihren Vater nie außerhalb des Gefängnisses gesehen: "Ich kenne eigentlich nur seinen Geburtstag und weiß, wo das Gefängnis ist. Ich hätte niemals gedacht, dass ich ihn mal draußen sehe." Auch bei Kim Kardashian war die Freude groß. "Wir haben es wieder geschafft!", twitterte sie. Stringer habe "zu lange" im Gefängnis gesessen, aber sie sei froh, diese "lebensrettende" Arbeit unterstützen zu können. Über FaceTime gratulierte Kardashian dem 47-Jährigen und seiner Familie.

Kardashian engagiert sich schon länger in diesem Feld. Mit ihrer Prominenz stellt sie Öffentlichkeit her, mit ihrem Geld unterstützt sie die Insassen und deren Familien finanziell. Möglich wurde die vorzeitige Freilassung von Jeffrey Stringer durch eine Gesetzesänderung, die US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr unterzeichnet hatte. Dadurch können Gefängnisinsassen, die nicht wegen gewalttätiger Straftaten einsitzen, auch bei einer lebenslangen Strafe vorzeitig wegen guter Führung freikommen. 

Kardashian studiert Jura und möchte Anwältin werden

Auch Stringers Anwältin Brittany K. Barnett äußerte sich auf Twitter: "Was für ein wundervoller Tag! Jeffrey hätte nie lebenslang verurteilt werden dürfen." Wann genau ihr Mandant auf freien Fuß kommt, ist noch nicht ganz klar – spätestens Ende Juni aber soll er das Gefängnis verlassen dürfen.

Jeffrey Stringer ist nicht erste verurteilte Straftäter, für den sich Kim Kardashian einsetzt. Kürzlich wurde bekannt, dass sie die Miete für einen ehemaligen Gefängnisinsassen übernimmt, der nach 20 Jahren wieder freikam. Im vergangenen Jahr finanzierte sie den Prozess einer 63-jährigen Frau, die ebenfalls wegen eines geringfügigen Drogendelikts zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt worden war, und besprach den Fall sogar mit Präsident Trump.

Kardashian hat nun sogar selbst ein Jura-Studium begonnen und möchte in die Fußstapfen ihres Vaters, des Anwalts Robert Kardashian, treten. "Ich möchte fähig sein, für Menschen zu kämpfen, die ihre Schuld gegenüber der Gesellschaft bezahlt haben", sagte sie der "Vogue".

Quellen: Kim Kardashian auf Twitter / Brittany K. Barnett auf Twitter / NBC News

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