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Endlich Antworten: 63 Fragen des Lebens - und die Antworten

Was ist Liebe? Ist mein iPhone schlauer als ich? Warum ist das Wochenende so kurz? Es gibt Fragen, die einen das ganze Leben begleiten und für die man nie eine Erklärung findet. Das ist jetzt vorbei. 63 Antworten, die man nie wieder vergisst.

Was ist Liebe? Steht mir ein Bob? Wann ist der beste Zeitpunkt einen Flug zu buchen? 63 Fragen des Lebens - und die Antworten.

Was ist Liebe? Steht mir ein Bob? Wann ist der beste Zeitpunkt einen Flug zu buchen? 63 Fragen des Lebens - und die Antworten.

1. Wie treffe ich möglichst schnell eine möglichst gute Entscheidung?
Wirf eine Münze! Während die durch die Luft wirbelt, spürst du, auf welche Antwort du hoffst. Wenn Kopf kommt oder Zahl und du unzufrieden bist, hast du dich innerlich schon entschieden – für die jeweils andere Option. Die Münze hilft bei der Problemlösung, indem sie eine unbewusste Entscheidung zu Bewusstsein bringt. 

2. Wie schreibe ich am besten eine Schlussmach-Mail?

Liebe/r *,

kannst du auch nicht schlafen? Bekommst du auch kein Auge zu? Es ging so schnell leider hielt die Zeit nicht an. Als wir am Abgrund standen, bist du zu weit gegangen. Meine beste Freundin hat mich schon immer gewarnt: »Was willst du denn mit dem?« Alle deine Freunde haben es schon immer geahnt: »Was willst du denn mit der?« Null Karat, ohne Format und ziemlich abgefuckt. Altes Manowar-Shirt, die Jeans mit Loch, dazu den Charme eines Küchenstuhls. Bist wie das Nordlicht, wunderschön, aber doch so bitterkalt. Und doch bild ich mir die Wärme nicht ein, irgendwo hast du mir Sonne in der Ferne gezeigt. Doch am Ende ist es so: Mein Herz schlägt schneller als deins, sie schlagen nicht mehr wie eins, wir leuchten heller allein, vielleicht muss es so sein.

Lass uns trösten, wir waren die Größten, wie wir war’n. Vielleicht war’s ein Versehen, vielleicht war’s unsere Zeit.

Es ist vorbei, bye bye.

Dein/e *

Collage aus Liedtexten von: Marteria, Yvonne Catterfeld, Bushido, Daniel Wirtz, Prinz Pi, Lassie Singers, FEEL.ikx feat. Augsburgfinest, Andreas Bourani, Herbert Grönemeyer, Rio Reiser

3. Wie verhindere ich, dass mir mein Rad geklaut wird?

Mit zwei Schlössern unterschiedlichen Typs. Diebe haben sich meist entweder auf Kabel- oder auf Bügelschlösser spezialisiert.

4. Wann ist der beste Zeitpunkt, einen Flug zu buchen?

»Bei Billiganbietern wie Easyjet gilt die alte Regel: Je weiter im Voraus man bucht, desto günstiger ist das Ticket. Traditionelle Anbieter wie Lufthansa bieten ihre Plätze oft zunächst zum vergleichsweise teuren Normalpreis an und senken die Preise erst, wenn die Nachfrage geringer ist meist zwischen zwei Monaten und zwei Wochen vor Abflug. Günstiger sind auch häufig Flüge, bei denen zwischen Hin- und Rückflug ein Samstag liegt, weil Geschäftsreisende diese eher meiden.«

Prof. Dr. Jörn Meissner, Experte für Pricing Strategy, Hamburg

5. Was ist Liebe?

6. Welcher »Star Wars«-Film ist der beste?

»Han Solo wird in Karbonit eingefroren und an das Schwabbelwesen Jabba verkauft, Kopfgeldjäger Boba Fett taucht ebenso erstmals auf wie der Raumschiffmechaniker Lando Calrissian. Und Luke Skywalker wird von Meister Yoda ausgebildet, verliert dann seine Hand und erfährt von Darth Vader: ›Ich. Bin. Dein. Vater!‹ Alles, was an der »Star Wars«-Reihe cool ist, passiert in ›Episode V Das Imperium schlägt zurück‹.«

Nilz Bokelberg, Film-Nerd

7. Hund oder Katze?

Katze. Aus zwei Gründen. Erstens: Katzenbesitzer sind schlauer als Hundehalter, besagt eine Studie der amerikanischen Carroll University. Nicht weil Katzen die Intelligenz steigern. Kluge Leute halten eher eine Katze als einen Hund. Zweitens: Die Haltungskosten von Katzen sind geringer.

8. Warum ist das Wochenende so kurz?

Selber schuld, wenn dir das so vorkommt. »Jemand, der rückblickend das Gefühl hat, das Wochen ende sei schnell vergangen, hat nichts Besonderes erlebt«, sagt der Freiburger Diplom-Psychologe Marc Wittmann. Wenn du an den 48 schönsten Wochenstunden kaum was unternommen hast, bleibt nicht viel im Gedächtnis. Fahr doch mal wieder zu Freunden in eine andere Stadt oder brich zu Hause aus der Routine aus.

9. Wie gründe ich eine Kirche?

Eine Kirche wird vom Gesetzgeber als Gemeinschaft definiert und ist deshalb keine One-Man-Show. Du brauchst also mindestens einen Verbündeten. Dann müsst ihr euch ein Bekenntnis ausdenken und euch regelmäßig in Ausübung eurer Religion treffen. Kirchensteuer dürft ihr erst erheben, wenn ihr eine Körperschaft des öffentlichen Rechts seid. Dafür müsst ihr beim Land einen Antrag stellen. Eure Kirche wird dann auf Verfassungstreue und Beständigkeit geprüft und ihr müsst anhand von Mitgliederzahlen, finanziellem Hintergrund und bisheriger Bestandszeit beweisen, dass die Kirche mittelfristig relevant sein wird. In der Regel muss eine Religionsgemeinschaft dreißig Jahre bestehen, um als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt zu werden.

10. Wovon träumen blinde Menschen?

»Ich bin seit meiner Geburt blind und kann nur Hell und Dunkel ein wenig voneinander unterscheiden. Träume erlebe ich wie meinen Alltag vor allem über mein Gehör. Ich sehe die Handlung nicht vor mir, sondern höre, wer mit mir spricht und was wir gerade tun. Außerdem spüre ich auch im Traum Berührungen oder die Sonne auf der Haut und kann riechen, was um mich herum ist.«

Rasmus Narjes, 15, Schüler

11. Warum lieben manche Menschen Lakritze und andere hassen das Zeug?

Im Durchschnitt isst jeder Deutsche 200 Gramm Lakritz im Jahr wobei die Süßigkeit nördlich des »Lakritzäquators«, der etwa auf der Höhe von Frankfurt liegt, signifikant mehr gegessen wird als im Süden. Katjes verkaufte 2007 achtzig Prozent der Lakritzmenge in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Lakritze besteht zum Groß teil aus Süßholz. »Süßholz war früher vor allem in Esskulturen in meeresnahen Regionen verbreitet, da diese schon seit Jahrhunderten über Häfen mit der Welt verbunden sind«, sagt der Soziologe Daniel Kofahl vom Büro für Agrarpolitik und Ernährungskultur. Holländer essen durchschnittlich zwei Kilogramm Lakritze pro Jahr. Die schwankende Popularität von Lakritze erklärt sich Daniel Kofahl auch mit der Farbe: »Es gibt bei uns wenig schwarze Lebensmittel. Schwarz verbinden viele mit Tod oder Hoffnungslosigkeit.«

12. Wie funktioniert ein guter One-Night-Stand?

1. Such dir auf der Tanzfläche jemanden aus, den du attraktiv findest und dessen Bewegungen dir gefallen.

2. Verzichte auf Gespräche, die über »Wie heißt du?« und »Ich find dich heiß« hinausgehen.

3. Knutschtest: Macht das keinen Spaß, kann man sich den Sex sparen.

4. Was trinken. Genug, um Hemmungen abzubauen. Nicht so viel, dass dir schlecht wird.

5. Meide öffentliche Verkehrsmittel. Das Neonlicht in der U-Bahn und schlecht gelaunte Menschen auf dem Weg zur Frühschicht zerstören die sexuelle Spannung.

6. Niemals zusammen einschlafen, denn am Morgen danach wirst du dich ein bisschen schämen. War es gut, finde die Handynummer des anderen heraus. Freu dich auf dem Heimweg in der Morgendämmerung, dass das Leben schön ist und wild.

13. Wie viele Messer brauche ich in meiner Küche?

»Ein gutes Küchenmesser reicht aus. Das sollte dann ein handgeschmiedetes Universalmodell sein, das vielseitig einsetzbar ist und eine breite, dreieckige Klinge aus hoch wertigem Stahl hat. Die Investition von 150 Euro lohnt sich, denn das Messer begleitet einen ein Leben lang.«

Sven Christ, Koch, DJ und Autor von »Soulfood. Food & Music, Fat & Yummy«

14. Welches Buch sollte ich lesen, wenn ich traurig bin?

»Briefe an einen jungen Dichter« von Rainer Maria Rilke: »Sie sind so jung, so vor allem Anfang, und ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, lieber Herr, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.«

15. Ist es eine gute Idee, als Frau Eizellen einfrieren zu lassen?

Die Vorteile: Du kannst auch dann noch schwanger werden, wenn die Chancen auf eine natürliche Schwangerschaft gesunken sind. Die Eizellen 25-jähriger Frauen sind in der Regel zu hundert Prozent gesund, mit 38 enthalten nur noch fünfzig Prozent der Eizellen gesundes Erbmaterial.

Die Nachteile: Die Hormonbehandlung vor der Entnahme der Eizellen kann Nebenwirkungen zur Folge haben. Je nach Aufwand liegen die Kosten des Eingriffs und der Konservierung zwischen 3500 und 4200 Euro oft wird auch eine Pauschale für die Lagerung fällig, die bei etwa 200 Euro für sechs Monate liegt. Das Auftauen und die anschließende künstliche Befruchtung kosten pro Versuch etwa 2500 Euro.

16. Steht mir eine Bob?

Halte einen Bleistift waagerecht unters Kinn. Gleichzeitig hältst du ein Lineal senkrecht unters Ohrläppchen. Lies nun den Wert ab, bei dem der Bleistift das Lineal berührt. Ist der Abstand zum Bleistift geringer als 5,5 Zentimeter, ist dein Gesicht wie geschaffen für einen Kurzhaarschnitt. Ist der Abstand größer sofort die Schere weglegen.

17. Was war zuerst da: Die Henne oder das Ei?


Schon Dinosaurier legten Eier. Leute, die es sich einfach machen wollen, sagen also: Das Ei ist älter. Die philosophische Frage lautet aber: Henne oder Hühnerei? Das Hühnerei verdankt seine harte Kalkschale dem Protein Ovocleidin-17, das nur in den Eierstöcken von Hennen vorkommt. Ist also zuerst die Henne entstanden? Kann nicht sein: Das Erbgut verändert sich nicht im Laufe eines Lebens. Die neue Art kann nur bei der Paarung durch Mutation entstanden sein Evolution eben! Das allererste zu einem Huhn mutierte Tier schlüpfte aus einem Hühnerei. Und das war somit zuerst da.

18. Wie steigere ich mein Selbstbewusstsein?

Abwarten und älter werden. Studien zeigen, dass das Selbstwertgefühl im Laufe des Lebens immer weiter ansteigt beruflicher Erfolg, mehr Verantwortung und eine feste Partnerschaft wirken sich positiv aus. Ab einem Alter von etwa sechzig Jahren sinkt die Selbstsicherheit jedoch wieder.

19. Döner oder Burger?

»Die Döner-Box ist eine der besten Erfindungen im Fast-Food-Bereich mageres Hähnchenfleisch mit Soße und Salat. Ich verzichte generell auf Kohlenhydrate und Gluten, weshalb ich Dönertaschen und meist auch Burger meide. Etwa alle zwei Wochen hole ich mir nach der Arbeit eine Döner-Box, ich habe meinen Stammimbiss, da verarbeiten sie Fleisch von freilaufenden Hähnchen.«

Tim Raue, Sternekoch, Berlin

Pimp my Fast Food: Das Geschmackstuning für den Döner

20. Wie schnell kann ein Mensch die 100 Meter maximal laufen?

»Schon Usain Bolts Weltrekord von 9,58 Sekunden aus dem Jahr 2009 hätten viele Wissenschaftler nicht für möglich gehalten. Mal ganz abgesehen von Dopingspekulationen kombiniert Bolt zwei Stärken: große Schrittlänge und hohe Schrittfrequenz. Sprinter, die diese Fähigkeiten besitzen, könnten zukünftig noch schneller laufen wenn sich Trainingsmethoden und Material verbessern. Forscher haben mal eine Grenze von 9,4 Sekunden berechnet. Davon sind wir aber noch weit entfernt.«

Prof. Dr. Maren Witt, Leiterin Sportbiomechanik, Uni Leipzig

21. Hören die Rolling Stones jemals auf?

Nein.

22. Sollte man Fremdgehen verzeihen?

Ja, wenn zwei Dinge gewährleistet sind: 1. Der Fremdgeher bereut aufrichtig und verspricht, mehr für die Beziehung zu tun, damit es nicht mehr passiert. 2. Du bist wirklich in der Lage, zu verzeihen und den inneren Schuldschein zu verbrennen.

23. Ist mein iPhone schlauer als ich?

Nein! Das menschliche Gehirn besteht aus mehr als 100 Milliarden Nervenzellen, die durch ungefähr 100 Billionen Schaltstellen miteinander verbunden sind. Da kann der 1,38 GHz schnelle A8-Prozessor des iPhone 6 nicht mithalten (auch wenn es sich mehr Songs merken kann als du und viele Apps wirklich sehr praktisch sind). Neurowissenschaftler aus Jülich und Japan versuchten in einem Experiment kürzlich, die Aktivität, die in den Nervenzellen in unserem Gehirn innerhalb einer Sekunde stattfindet, zu simulieren der »K-Supercomputer«, immerhin der viert schnellste Rechner der Welt, brauchte jedoch vierzig Minuten für die Aufgabe.

24. Wie schaffe ich es, meine Bestzeit beim Stadtlauf zu steigern?

»Das ideale Training besteht aus drei Komponenten: Neben regelmäßigen langen Läufen in einem Tempo, bei dem man sich noch angenehm unterhalten kann, sollte man intensives Intervalltraining absolvieren: Viermal je vier Minuten Gas geben, dazwischen immer drei Minuten Pause. Außerdem sollte man Muskeln durch Krafttraining aufbauen.«

Prof. Dr. Billy Sperlich, Sportwissenschaftler, Uni Würzburg

25. Ist meine Rente immer noch sicher?

»Ja, denn die Deutsche Rentenversicherung basiert darauf, dass die jüngere Generation die Rente der älteren Generation zahlt. Der demografische Wandel bewirkt zwar, dass es in Zukunft weniger Jüngere pro Rentner geben wird. Aber auch im Jahr 2060 gibt es noch genügend Arbeitnehmer, um die Rente finanzieren zu können wenn auch auf einem um etwa fünfzehn Prozent niedrigeren Niveau als heute.«

Prof. Axel Börsch-Supan, Direktor des Munich Center for the Economics of Aging

Das kleine Renten-Einmaleins: So geht Altersvorsorge über Versicherungen


26. Bin ich ein schlechter Mensch, wenn ich die Kinder meiner Freunde nicht mag?

Solange du das für dich behältst: Nein! Aber hast du dich schon mal gefragt, warum du sie nicht magst? Weil sie laut sind und ständig die Aufmerksamkeit deiner Freunde brauchen Aufmerksamkeit, die früher dir zuteil wurde? Weil deine Freunde zu übermüdeten, vollgesabberten Zombies mutiert sind? Das geht vorbei. Oder magst du sie nicht, weil sie fremdeln und quengeln und lieber bei ihrer Mutter auf dem Schoß sitzen wollen als bei dir? Ja? Dann: Runter auf den Teppich, Turm bauen, Puppenhaare kämmen, ernsthaft mit dem Minimenschen abhängen, et voilà: Liebe!

27. Wie verfeinere ich ein Fertiggericht, damit es schmeckt wie selbst gekocht?

Zwiebeln hacken, in Butter anbraten und drübergeben. Schmeckt zu fast jedem Gericht und in der Küche riecht es, als hätte man hart gearbeitet.

28. Wie kann ich verhindern, dass meine Whatsapp-Nachrichten als »gelesen« markiert werden?

Flugmodus aktivieren Whatsapp öffnen Text lesen Whatsapp schließen Flugmodus wieder deaktivieren.

29. Beute ich Musiker aus, wenn ich ihre Musik auf Spotify streame?

Musiker mit Label bekommen pro Spotify-Stream 0,0011 Cent. Um auf den amerikanischen Mindestlohn von rund 1200 Euro zu kommen, hat das Blog »Information is Beautiful« ausgerechnet, braucht ein Musiker mehr als eine Million Streams im Monat. Also: Ja, total!

30. Ist das Universum wirklich unendlich?

»Es spricht jedenfalls nichts dagegen. Allerdings können wir nicht weiter sehen als in Regionen, deren Licht seit dem Urknall zu uns unterwegs ist, also seit knapp vierzehn Milliarden Jahren. Was dahinter kommt, liegt außerhalb unserer Wahrnehmung.«

Dr. Markus Pössel, Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg

31. Welcher Religion kann ich mich als Atheist am leichtesten anschließen?

Versuch es doch mal mit Zen. Das Wesentliche im Zen-Buddhismus ist das Nichts, für Atheisten ein guter Anfang. Ist einem nichts auf Dauer zu wenig, kann man sein Zen weiter in Richtung Buddhismus oder Daoismus ausbauen und hat schnell das ganze Paket: abenteuerliche Göttergeschichten, biologische Verrücktheiten, hochtrabende Ethik und wunderbar kitschige Skulpturen.

32. Welche Frisur sollte man als Mann tragen, wenn einem die Haare ausfallen?

Kurz so wie Tom Ford, Yanis Varoufakis oder Jude Law.

33. Warum müssen wir sterben?

»Innerhalb der menschlichen Zelle gibt es eine Art Programm, das sie zum Sterben bestimmt. Dieses Zellprogramm lässt sich durch Nichtrauchen und gesunde Diäten beeinflussen. Die bestimmenden Faktoren sind genetisch, andere um weltabhängig. Das Zellprogramm ist individuell, weshalb es Familien gibt, deren Mitglieder älter werden als der Durchschnitt. Ein aktuelles Thema in der Zellforschung sind Methoden, mit denen man diese Zellcodes bestimmen kann, um die Frage zu klären, warum die Menschen unterschiedlich altern.«

Dr. Gabriella Lundkvist, Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns

34. Darf ich Witze über Juden machen, wenn ich selbst kein Jude bin?

»Natürlich nicht. Genau wie Witze über Blondinen oder Ostfriesen diffamiert der Judenwitz eine Minderheit. Der Unterschied: Es wurden nicht sechs Millionen Ostfriesen ermordet. Man sollte deshalb keine Witze erzählen, die sich auf antisemitische Vorurteile beziehen. Jüdische Witze aber sind okay und wirklich lustig. Zum Beispiel dieser: ›Jossi und David schippen kräftig in einem Kibbuz. Es ist Mittag. Die Sonne brennt unbarmherzig. Jossi stützt sich auf den Spaten, wischt sich über die Stirn und sagt zu David: Kannst du die Engländer verstehen? Wenn sie uns schon ein Land schenken, das ihnen nicht gehört, warum haben sie uns dann nicht die Schweiz geschenkt?‹«

Die Schriftstellerin Mirna Funk veröffentlichte zuletzt den Roman »Winternähe«, S. Fischer Verlag.

35. Was ist der Sinn des Lebens?

Darauf gibt es viele Antworten, eine besonders schöne stammt von Christoph Schlingensief: »Wie diese Faultiere im Amazonasbecken, die ich gesehen habe, als ich in Manaus war. Die hängen da in den Ästen rum, mit dem Rücken nach unten, und bewegen sich nur in Zeitlupe. Einmal in der Woche gehen sie zum Kacken runter und unten wartet der Jaguar. Fragt sich: Warum macht das Faultier das? Bewegt sich kaum, am liebsten gar nicht, aber trotzdem geht es runter, wenn es scheißen muss. Weil es höflich ist? Weil es denkt, ich gehe lieber runter und mache da mein Häufchen, sonst scheiße ich vielleicht jemandem auf den Kopf? Ich glaube ja eher, das Faultier geht runter, weil es ab und zu dem begegnen muss, was ihm Angst macht, um lebendig zu bleiben.«

Aus: »Ich weiß, ich war’s«

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