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NEON-Hochzeitskolumne

"After-Wedding-Blues": Warum fallen so viele Paare nach der Hochzeit in ein tiefes Loch – und was tut man dagegen?

Monatelang plant man die eigene Hochzeit, feilt am "schönsten Tag des Lebens", freut sich wie verrückt – aber was, wenn das alles vorbei ist? Viele Paare fallen nach ihrem großen Tag in ein tiefes Loch. Das will unsere Autorin verhindern.

Hochzeitskolumne zum "After-Wedding-Blues": Ein Mann schaut seine Frau an, sie stehen nebeneinander

Nach der Hochzeit fallen viele Paare in ein Loch – aber kann man den "After-Wedding-Blues" aufhalten?

Getty Images

NEON-Redakteurin Denise hat im Juni geheiratet – und ist damit in ihrem Freundeskreis eine der ersten. Da gab es erstmal tausende Fragen, auf die sie eine Antwort sucht. Die wichtigste: Wie will ich eigentlich heiraten? In der NEON-Hochzeitskolumne "Ja, ich will ... aber anders" erzählt sie von der Planung einer Feier gegen das Klischee.

Je näher die Hochzeit rückt, desto lauter werden die Fragen: "Naaa, schon aufgeregt?" "Hast du schon ein Kleid?" "Was gibt es zu essen?" Jeder fängt plötzlich an, sich mit dir nur noch über Hochzeiten zu unterhalten. Über deine eigene, über die anderer. Irgendwann sprichst du selbst nur noch von (Nicht-)Brautkleidern, Junggesellenabschieden und Blumensträußen. Automatisch wird man in diesen Strudel gesogen – und prallt dann, wenn man nicht aufpasst, sehr hart auf den Boden, sobald der Hochzeitsorkan vorbeigezogen ist. 

Studie beweist: "After-Weddings-Blues" is real

Eine Studie von Laura Stafford (Bowling Green State University) und Allison M. Scott (University of Kentucky) hat 2018 ergeben, dass sich von den 152 befragten Frauen zwölf Prozent nach ihrer Hochzeit deprimiert gefühlt haben. Und auch ich hatte panische Angst vor dem berüchtigten "After-Wedding-Blues". Ich heule gerne mal, wenn mein Geburtstag vorbei ist oder an Silvester, wenn mal wieder keiner meiner Neujahrsvorsätze geklappt hat – wie sollte das dann erst nach meiner Hochzeit werden? 

Entspannt. Wirklich. Meine Hochzeit ist nun dreieinhalb Wochen her und da ist weder ein Loch, noch Wehmut. Ich freue mich einfach, dass wir eine unglaubliche Party mit all unseren Liebsten hatten. Letzte Woche haben wir alle Hochzeitsfotos unserer beiden Fotografinnen bekommen und zusammen angeschaut. Statt Trauer, dass alles vorbei ist, gibt es da bei mir eher eine Art Ballast, der von meinen Schultern gefallen ist. Versteht mich nicht falsch, ich bereue die Hochzeit kein Stück – aber je näher die Feier rückt, desto schwerer wiegt die psychische und finanzielle Last. Werden unsere Ersparnisse reichen? Klappt alles? Werden alle Spaß haben? 

Meine Tipps für eure Hochzeit

Nachdem nun alle Rechnungen bezahlt sind und wir immer noch von allen Ecken hören, wie schön es war, ist da nur noch Entspannung. Die unendlichen Möglichkeiten, endlich neue Projekte angehen zu können. Wie ich das geschafft habe?

Tipp Nr. 1: Planung abgeben

Ich hatte es in meinem Artikel, wie man keine Bridezilla wird, schon erwähnt: Gebt Verantwortung ab. Je weniger die Hochzeitsplanungen den Alltag bestimmen, desto kleiner ist das zeitliche Loch, das nach dem großen Tag entsteht. 

Tipp Nr. 2: Aufräumen lassen

Auch wenn es mehr kostet, rate ich dazu, die Spuren der Party von Profis beseitigen zu lassen. Das erspart euch den traurigen Anblick von zerbrochenen Gläsern, fleckigen Tischdecken und abgerissener Deko. Und der Kater am nächsten Morgen ist wesentlich erträglicher. 

Tipp Nr. 3: Flitterwochen verschieben

Mein Mann (klingt immer noch komisch) und ich werden unsere Flitterwochen erst Ende August antreten. Eigentlich nur, weil wir lieber wegfahren, wenn das Wetter in Hamburg nicht mehr so Bombe ist. Aber dadurch, dass die Hochzeit und der Urlaub so weit auseinander liegen, haben wir immer noch etwas, auf das wir uns freuen können. 

Tipp Nr. 4: Neue Ziele setzen

Ehrlich gesagt, kann ich jetzt verstehen, warum so viele Paare nach der Hochzeit ein Haus bauen oder Kinder kriegen. Man hat halt erstmal kein Projekt mehr – und das fühlt sich komisch an. Aber bevor ihr eine unüberlegte Entscheidung trefft, steckt euch doch erst einmal kleinere Ziele: Umzug in eine neue Wohnung oder endlich diesen Bulli kaufen, von dem ihr schon immer geträumt habt (falls ihr noch Geld über habt). Mein Mann und ich haben uns übrigens für ein kleines Hausboot entschieden, das wir uns bauen lassen wollen. (Weil wir uns in Hamburg niemals ein richtiges Haus leisten werden können, haha.)

Tipp Nr. 5: Fotoabend mit Freunden (die nicht dabei waren)

Was auch sehr schön ist, um noch mal ein bisschen in Hochzeitserinnerungen zu schwelgen ist ein Fotoabend mit Freunden, zum Beispiel all die, die nicht dabei sein konnten. Schaut euch die Hochzeitsbilder noch einmal in einer Slideshow an und trinkt dabei Wein. Ist herrlich.

Denkt dran: Ihr seid nicht allein!

Falls ihr trotzdem in ein Post-Wedding-Loch fallt, dann seid nicht verzweifelt: Ihr seid nicht allein. Wie euch ging es schon vielen Paaren und die depressive Verstimmung hat nichts damit zu tun, wie gut oder schlecht die Hochzeit war. Das hat eine frühere Studie von Scott und Stafford 2016 unter 28 frischverheirateten Frauen ergeben. Übrigens: Auch wenn man oft vom "Brides Blues" spricht, kann es Bräutigamen nach ihrer Hochzeit natürlich genauso schlecht gehen. Am wichtigsten ist wahrscheinlich einfach, sich dem ganzen Dilemma bewusst zu sein – und nicht direkt die frische Ehe infrage zu stellen. 

Dies ist die letzte Folge der NEON-Hochzeitskolumne. Alle vorherigen Folgen von "Ja, ich will ... aber anders" findet ihr hier:

Teil 1: "Ich heirate meinen ersten Freund: Warum ich keine Angst habe, etwas zu verpassen"

Teil 2: "Selbst ist die Braut: Darum habe ich gerne auf einen klassischen Heiratsantrag verzichtet"

Teil 3: "Ich hatte eine Verlobung ohne Antrag – brauche ich also überhaupt einen Ring?"

Teil 4: "Ringfoto und kitschige Liebesschwüre? Warum ich meine Verlobung nicht auf Instagram geteilt habe"

Teil 5: "Ist Heiraten eine Umweltsünde? Wie deine Hochzeit ganz einfach nachhaltiger wird"

Teil 6: "Keine Lust auf 08/15-Hochzeit? Bei diesen Einladungen sagt garantiert kein Gast ab"

Teil 7: "Danke, Theresia! Wegen deiner 'Hochzeit' habe ich keine Angst mehr vor meiner eigenen"

Teil 8: "Zwischen Rauchbomben, Eukalyptus und Pokémon: Wie viel Trend verträgt eine Hochzeit?"

Teil 9: "Von Braut zu Braut: fünf Tipps, mit denen du vor deiner Hochzeit nicht zur Bridezilla wirst"

Teil 10: "Wir wollen doch nur heiraten! Wie das Standesamt unser Endgegner wurde"

Teil 11: "Drama wegen zwei Kilo: Wie meine Hochzeit fast zum Selbstliebe-Killer für mich wurde"

Teil 12: "Unsere Hochzeit war die beste Party meines Lebens – traut euch doch auch!"

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(