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Ja, ich will ... aber anders Unsere Hochzeit war die beste Party meines Lebens – traut euch doch auch!

Hochzeitskolumne: So war meine Hochzeit – gewinnt jetzt einen besonderen Antrag
Der Hochzeitskuss unserer Autorin. Die Fotos auf der Feier hat das Team von Adieu Tristesse gemacht.  
© Adieu Tristesse
Die Hochzeit unserer Autorin war vor zwei Wochen. Sie ist immer noch begeistert, wie schön es war. Ihr wollt das auch? Dann nutzt jetzt eure Chance: Der stern stellt eine Heftseite für einen ganz persönlichen Heiratsantrag zur Verfügung.

NEON-Redakteurin Denise hat im Juni geheiratet – und ist damit in ihrem Freundeskreis eine der ersten. Da gab es erstmal tausende Fragen, auf die sie eine Antwort sucht. Die wichtigste: Wie will ich eigentlich heiraten? In der NEON-Hochzeitskolumne "Ja, ich will ... aber anders" erzählt sie von der Planung einer Feier gegen das Klischee.

Vor zwei Wochen habe ich geheiratet. Trotzdem spreche ich immer noch von "meinem Freund" und werde dann von meinen Freunden oder Kollegen daran erinnert, dass er nun "mein Mann" ist. Das klingt schon ziemlich cool – aber auch immer noch ziemlich unwirklich. Wir haben beide unsere Namen behalten, also hat sich für uns eigentlich nicht viel verändert. Aber manchmal sitzen wir auf dem Sofa oder liegen im Bett, schauen uns an und müssen beide lachen: "Wir sind jetzt echt verheiratet." Und das fühlt sich irgendwie toll an. Als wäre unsere Beziehung auf einem neuen Level angekommen. Na klar, auch unverheiratete Paare können super glücklich sein. Und ich kann verstehen, wenn man auf das ganze Ding keine Lust hat. Unsere Hochzeit war trotzdem wunderschön. Das sagen nicht nur wir, sondern auch alle unsere Gäste – und das waren immerhin 130. 

Wir hatten eine unkonventionelle Hochzeit

Vielleicht hat es uns und allen anderen auch so gut gefallen, weil wir mit ziemlich vielen Konventionen gebrochen haben und uns einfach treu geblieben sind: Ich habe kein Kleid getragen (sondern einen Jumpsuit), mein Freund, äh, mein Mann erschien ohne Jackett und hatte Sneaker an, es gab keine Kirche, keine Ringe, keine Torte und keinen Paartanz. 

Freitags war die standesamtliche Trauung, an die wir wirklich keine Ansprüche hatten. Wir hatten uns ein bisschen schick gemacht und Freunden Bescheid gesagt, falls sie vorbeikommen möchten. Das war's. Die Zeremonie war zwar ganz lustig und der Standesbeamte hat sich viel Mühe gegeben – nach mehr als einem romantischen Amtsbesuch hat es sich trotzdem nicht angefühlt. Geweint habe ich erst, als wir den Trauraum verlassen wollten. Denn vor der Tür wartete zu unserer Überraschung eine Horde Freunde aus der Heimat und stand mit Rosen Spalier. 

Die eigentliche Hochzeitsfeier fand am nächsten Tag statt. Morgens kamen zwei Freundinnen vorbei und haben mir Haare und Make-up gemacht, denn mittags hatten wir ein Fotoshooting für Paarfotos gebucht. (Warum ich das jedem empfehlen kann, lest ihr hier.) Treffpunkt für die Feier war um 15 Uhr. Und zwar in einen Hamburger Club. Für viele unserer Freunde und Familienmitglieder etwas, das sie nicht mit einer Hochzeit verbinden. Umso gespannter waren alle, wie sich so etwas anfühlt. Ich kann sagen: Es fühlt sich fantastisch an. Unsere freie Trauung fand im geschmückten Biergarten statt, hinter uns die Gäste an Stehtischen mit einem Bierchen in der Hand. Und statt für Eheringe hatten wir uns für ein kleines Live-Tattoo entschieden. Ein Plus und ein Minus.

Alle waren begeistert

Nach der Trauung kamen natürlich die Glückwünsche – und schon da wurde uns immer wieder gesagt, wie toll alle das Fest finden und dass sie noch nie auf solch einer Hochzeit waren. Und ja, natürlich wollten alle die Tattoos sehen.

Ein Satz hat mich dann den ganzen Tag über begleitet: "Du strahlst voll", wurde zu mir gesagt. Noch nie habe ich diesen Satz so oft an einem Tag gehört. Und ich habe tatsächlich gestrahlt, bis in die Nacht hinein. Nach einem Grillbüffet gab es nämlich viel Bier, viel Wein, viel Musik und viel Party – bis vier Uhr nachts. Wir können also mit Recht behaupten, eine 13-stündige Feier geschmissen zu haben.

Ich darf heute sagen: So viel Spaß hatte ich noch nie auf einer Party. Mit all den Menschen, die man liebt und die einen weiten Weg auf sich genommen haben, die ganze Nacht durchzutanzen, ist schon ziemlich toll. Und seien wir mal ganz ehrlich: Bei einer Geburtstagsparty sagen schnell mal ziemlich viele Leute ab – bei einer Hochzeit nehmen sich die meisten sogar Urlaub. Das fühlt sich wie ein wahnsinniger Liebesbeweis an – von über 100 Leuten gleichzeitig. 

Gewinne eine Seite im stern für deinen Heiratsantrag

Ihr wollt dieses Gefühl auch erleben – seid aber noch nicht verlobt und hattet auch noch nicht DIE Idee für einen außergewöhnlichen Antrag? Dann habt ihr jetzt die Chance, eine komplette Seite im stern zu gewinnen, um eurem Schatz diese eine Frage zu stellen.

Wie ihr vielleicht aus der zweiten Folge meiner Kolumne wisst, gab es bei uns keinen klassischen Heiratsantrag. Zu einer ganzen Seite in einem Magazin hätte ich aber auch nicht Nein gesagt. Ich bin übrigens auch ein großer Freund davon, dass die Frau fragt (vorausgesetzt, wir reden von einer Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau).

Jede Woche gibt es eine neue Folge der NEON-Hochzeitskolumne "Ja, ich will ... aber anders". Alle bisherigen Kolumnen findet ihr hier:

Teil 1: "Ich heirate meinen ersten Freund: Warum ich keine Angst habe, etwas zu verpassen"

Teil 2: "Selbst ist die Braut: Darum habe ich gerne auf einen klassischen Heiratsantrag verzichtet"

Teil 3: "Ich hatte eine Verlobung ohne Antrag – brauche ich also überhaupt einen Ring?"

Teil 4: "Ringfoto und kitschige Liebesschwüre? Warum ich meine Verlobung nicht auf Instagram geteilt habe"

Teil 5: "Ist Heiraten eine Umweltsünde? Wie deine Hochzeit ganz einfach nachhaltiger wird"

Teil 6: "Keine Lust auf 08/15-Hochzeit? Bei diesen Einladungen sagt garantiert kein Gast ab"

Teil 7: "Danke, Theresia! Wegen deiner 'Hochzeit' habe ich keine Angst mehr vor meiner eigenen"

Teil 8: "Zwischen Rauchbomben, Eukalyptus und Pokémon: Wie viel Trend verträgt eine Hochzeit?"

Teil 9: "Von Braut zu Braut: fünf Tipps, mit denen du vor deiner Hochzeit nicht zur Bridezilla wirst"

Teil 10: "Wir wollen doch nur heiraten! Wie das Standesamt unser Endgegner wurde"

Teil 11: "Drama wegen zwei Kilo: Wie meine Hochzeit fast zum Selbstliebe-Killer für mich wurde"


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