Börsengang: SpaceX bekommt keinen Schnellzugang in Index S&P500

Ein SpaceX-Sitz in Hawthorne, Kalifornien
Ein SpaceX-Sitz in Hawthorne, Kalifornien
© AFP

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Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX wird nach seinem Börsengang am 12. Juni keinen Schnellzugang zu dem lukrativen Wall-Street-Index S&P 500 erhalten. Die Finanzmarktgruppe S&P Dow Jones Indices teilte am Freitag mit, alle Unternehmen müssten nach dem Aktiendebüt weiterhin zwölf Monate auf eine Aufnahme warten. Im Gespräch waren zwischenzeitlich sechs Monate für große Konzerne.

Der S&P 500 ist eine Liste der 500 wichtigsten börsennotierten Unternehmen in den USA – darunter sind Apple, Microsoft und der Chiphersteller Nvidia. Millionen von Privatanlegern, Pensionskassen und Rentenfonds stecken ihr Geld in Fonds, die automatisch jede Aktie auf dieser Liste kaufen – das summiert sich auf Billionen von Dollar in sogenannten „passiven Fonds“. Die Aufnahme in den S&P 500 erzeugt so eine Kaufwelle, die den Aktienkurs eines Unternehmens deutlich nach oben treiben kann.

Die Zwölf-Monats-Regel soll sicherstellen, dass Investoren sich ein verlässliches Bild vom tatsächlichen Unternehmenswert machen können, statt sich mit dem Börsengang in einen Kaufrausch hineinziehen zu lassen. Nach den geltenden Regeln bleibt SpaceX zudem so lange außen vor, bis es Gewinne erzielt, unabhängig davon, wie lange die Aktien schon gehandelt werden.

Tech-Milliardär Elon Musk will SpaceX am 12. Juni an die Technologiebörse Nasdaq bringen. Er will damit 75 Milliarden Dollar rund (64 Milliarden Euro) einsammeln - das wäre der bisher größte Börsengang der Geschichte. Nach Dokumenten der US-Börsenaufsicht schrieb SpaceX zuletzt allerdings einen Milliardenverlust wegen seiner Milliardeninvestitionen in Künstliche Intelligenz (KI).

SpaceX hat mit seinen Trägerraketen lukrative Verträge mit der US-Raumfahrtagentur Nasa abgeschlossen. Den Großteil des Umsatzes macht Musk bisher allerdings mit seinem Satelliten-Netzwerk Starlink, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht.

AFP