Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hatte die Justiz eingeschaltet, nachdem der rechtsextreme israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir Videos veröffentlicht hatte, auf denen dutzende Aktivisten gefesselt und auf Knien auf dem Deck eines Militärschiffs zu sehen waren.
Mehrere Teilnehmer der Flotte hatten Gewalt und Erniedrigungen angeprangert, denen sie während ihrer Haft durch israelische Sicherheitskräfte ausgesetzt gewesen seien. Die israelischen Kräfte hätten nur zum Spaß mit Gummikugeln geschossen, sagte einer der Teilnehmer.
Das Video hatte international eine Welle der Entrüstung ausgelöst. Deutschland, die USA, die EU, Frankreich, Italien und Spanien äußerten scharfe Kritik, mehrere Staaten bestellten ihre israelischen Botschafter ein. Barrot untersagte Ben Gvir die Einreise nach Frankreich.
Die Hilfsflotte war im Mai von israelischen Streitkräften gestoppt worden. Die internationalen Aktivisten wurden zunächst nach Israel gebracht und später ausgewiesen, unter ihnen auch acht Deutsche.