Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) begrüßte den Schritt. Mit dem UNDP komme "ein internationales Schwergewicht" nach Deutschland, erklärte er. Dies stärke zudem den UN-Standort Bonn. Es sei zugleich "ein wichtiges politisches Signal für das Vertrauen in die deutsche Außenpolitik - gerade in Zeiten, in denen das UN-System und multilaterale Prinzipien unter Druck stehen".
Aus Sicht von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) zeigt der Teilumzug zudem Deutschlands wachsende Rolle in der globalen Entwicklungspolitik. "UNDP ist dabei einer unserer wichtigsten Partner - gemeinsam im Kampf gegen Armut und für nachhaltige Entwicklung."
Bonn ist bereits seit langem Sitz von mehr als 20 Organisationen der Vereinten Nationen mit mehr als tausend Mitarbeitern. Dazu gehören das UN-Klimasekretariat und das UN-Freiwilligenprogramm UNV. Die Vereinten Nationen unterhalten bereits seit 1951 Büros in Bonn.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nannte die Entscheidung des UNDP für Bonn "eine Entscheidung für Europa, Exzellenz und Multilateralismus". "Gerade im 30. Jubiläumsjahr des UN-Standortes Bonn ist das ein Meilenstein zur weiteren Stärkung des wichtigsten deutschen UN-Zentrums."