bh_roth

Polystyrol vs Mineralwolle

Gibt es eine Faustformel, welche Dämmart eine höhere Dämmwirkung hat? Ich habe ein 14 cm starkes Holzfachwerk zu dämmen, würde aber Polysyrol (z. B. Austotherm) nehmen, weil es einfacher und gefahrloser zu verarbeiten ist.
Frage Nummer 73072

Antworten (5)
Opal
Vllt hilft dir das weiter.
Musca
Es gibt keine Faustformel, sondern Werksangaben. Auf die muss man sich leider mehr oder weniger verlassen, die Wärmeleitzahl (W/m x K). I.d.R bewegen sich die Werte zwischen 0,04 und 0,025. Wesentlich wichtiger ist m.E. der Gesamtaufbau des Bauteils, ist eine Dampfsperre/ Bremse erforderlich, ist mit Durchfeuchtung von aussen zu rechnen......u.s.w. Man kann mit Dämmung durchaus massive Gebäudeschäden verursachen.
micle
Bei gleicher Dämmstärke ist PS um ca. 10% besser.
Die Wärmeleitfähigkeit Lambda von PS beträgt 0,32 W/m x k, bessere Werte sind möglich, Mineralwolle liegt bei 0,35 W/m x k, als Lamelle zwischen 0,36 - 0,40 W/m x k. Je niedriger der Wert, um so schlechter ist die Leifähigkeit, und um so besser die Dämmung. Die Werte können unmittelbar proportional miteinander verglichen werden.
bh_roth
@musca: Korrekt. Für den Wandaufbau hatte ich fachmännische Hilfe, nicht wahr, miele? Danke noch mal dafür. Außen habe ich heute eine diffusionsoffene Folie aufgebracht, mit dem Namen Stratho Extrema, auch auf Empfehlung. Darauf kommt jetzt eine Deckelschalung. Innen nehme ich Austrotherm PS, als Dampfsperre nehme ich eine Teichfolie, die ich günstig geschossen habe. Dann Gispkarton und Fliesen (von außen nach innen).
Danke an alle für die Tipps.
Was ich noch nicht weiß, ist, wie man die dicken PS-Platten am besten schneidet.
micle
Musca hat völlig recht. Innen dampfdicht und winddicht, außen diffusionsoffen und winddicht, das ist Grundvoraussetzung.
Außen vor der Stratho Extrema kommt vermutlich Verschalung, diese unbedingt auf senkrechten Kontelatten, zur Hinterlüftung, am oberen und unteren Ende der Verschalung, an den Luftschlitzen Fliegengitter, dann sollte es passen.