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50 Jahre später: Touristenrummel am Checkpoint Charlie

Historische Bedeutung, Kommerz und Kitsch - am Checkpoint Charlie treffen sie sich wie nirgends sonst in Berlin. Am 27. Oktober 1961 standen sich hier sowjetische und amerikanische Panzer 16 Stunden lang gegenüber - und nur wenig fehlte, einen neuen Weltkrieg auszulösen.

Er trägt die Uniform eines amerikanischen GIs und spricht waschechtes American English. Der 23-jährige Deutsch-Amerikaner Alac Sanders verkauft historische Stempelabdrücke am Checkpoint Charlie in Berlin und symbolisiert das, woran sich die Touristen heute mit Schaudern erinnern: den Kalten Krieg. Dabei ist er Jazzmusiker und Student, die Rolle des GIs ist nur ein Job. "Wenn ein Tourist glaubt, ich sei echt, kläre ich ihn auf", sagt er.

Gerade kommt ein Kunde und bestellt 16 Stempel für zehn Euro. Er bekommt unter anderem den des britischen, amerikanischen, französischen Sektors und verschiedene DDR-Stempel auf eine Zettel gestempelt. Der Tourist stammt aus Brasilien und reist drei Monate lang durch Europa. "Checkpoint Charlie - das ist für mich der Übergang zur Freiheit", sagt er. Neben ihm zieht eine Touristin für zwei Euro eine Checkpoint-Charlie-Münze aus einem Automaten. Hinter der nachgebauten Alliiertenkontrollbaracke stürmt eine Schulklasse ein Schnellrestaurant.

Historische Bedeutung, Kommerz und Kitsch - am Checkpoint Charlie treffen sie sich wie nirgends sonst in Berlin. Dieser Ort, der von fast allen Touristen besucht wird, ist ein Rummelplatz und doch bleischwer mit Geschichte beladen. Am Donnerstag vor 50 Jahren, am 27. Oktober 1961, standen sich hier sowjetische und amerikanische Panzer 16 Stunden lang gegenüber - und nur wenig fehlte, einen neuen Weltkrieg auszulösen.

"Der amerikanische Diplomat Allan Lightner wollte an diesem Abend in die Oper gehen", berichtet Alexandra Hildebrandt, Leiterin des Museums am Checkpoint Charlie. "Er kam in einem privaten Volkswagen mit amerikanischem Kennzeichen." Als er den Übergang überquerte, wollten DDR-Polizisten plötzlich seinen Pass kontrollieren. Ein Affront, denn die westlichen Alliierten hatten die DDR nicht anerkannt und damit auch nicht deren Sicherheitskräfte.

"Zentrum Kalter Krieg"

Das Muskelspiel der Weltmächte begann. Die Sowjets zogen Panzer in Berlins Mitte zusammen, die US-Amerikaner ebenso. Schließlich fuhren von beiden Seiten des Checkpoints Charlie je 30 Panzer auf und standen sich bedrohlich gegenüber. Ein Telefonat zwischen dem sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow und US-Präsident John F. Kennedy habe die Konfrontation beendet, sagt Hildebrandt. Die Amerikaner drehten ab.

Um an diesen Moment zu erinnern, weihte Hildebrandt am Montag am Nachbau der Alliiertenkontrollbaracke eine Gedenktafel ein. Der Sohn von Chruschtschow, Sergej Chruschtschow, und ein Enkel des amerikanischen Generals Lucius D. Clay, Charles Clay, waren anwesend. Lucius D. Clay war von 1947 bis 1949 Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland und 1961, zur Zeit der Panzerkonfrontation, Berater von Präsident Kennedy in Berlin. Hindebrandt nennt ihr Kommen "symbolträchtig". Ihr Anliegen ist es, dass die Erinnerung an die Geschichte wachgehalten wird.

Das ist auch der Wunsch des Berliner Senats. Aus Termingründen besuchten aber weder Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) noch sein Gedenkstättenreferent Rainer Klemke die Veranstaltung. Das Land plant seit Jahren ein "Zentrum Kalter Krieg" am Checkpoint. Dort soll nicht nur die Panzerkonfrontation erklärt werden, sondern auch auf die Folgen des Kalten Kriegs für die Entwicklung der Welt aufmerksam gemacht werden.

"In Berlin war der einzige Ort, wo sich die Panzer der USA und der Sowjetunion direkt gegenüberstanden", sagt Klemke. Ansonsten trugen die beiden Supermächte ihren Kampf in Stellvertreterkonflikten aus. 2015 soll das Zentrum stehen, so Klemke. Bis dahin erklärt eine Ausstellung auf einer Stellwand an der Friedrichstraße den Ort. Eine Infobox soll bis Ende des Jahres hinzukommen. Den Trubel rund um den Checkpoint Charlie sieht Klemke "mit einem lachenden und einem weinenenden Auge". "Es ist gut, dass es so viel Interesse gibt", sagt er diplomatisch.

Mechthild Henneke, AFP / AFP
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.