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Bartolomeo Cristofori Geburtstagsmusik für den Erfinder des Klaviers


Musikliebhaber können sich heute vor Bartolomeo Cristofori verneigen. Der Italiener erfand vor mehr als 300 Jahren das Klavier. Google ehrt ihn mit einem klangvollen Doodle - in piano oder forte.

Bevor einige der schönsten Melodien entstehen konnten, musste erst einmal das Klavier erfunden werden. Das tat der florentinische Musikinstrumentenbauer Bartolomeo Cristofori als er Anfang 40 war und sich daran machte, ein verbessertes Cembalo zu bauen. Berühmt wurde er dafür nicht, doch zumindest heute ehrt Google den Italiener zu seinem 360. Geburtstag. Geboren wurde Cristofori am 4. Mai 1655 in Padua.

Die Gelegenheit zu der Erfindung bekam Cristofori von Ferdinando de Medici, der ihn an seinen Hof in Florenz holte. Dort erdachte er eine neuartige Anschlagsmechanik, auf der das heutige Piano beruht. Mit dem Musikinstrument konnte piano und forte, also leise und laut, gespielt werden und es bot einen Tonumfang von vier Oktaven.

Kleine Hämmerchen schlugen gegen die Saiten, um einen Ton zu erzeugen. Nachdem die Taste losgelassen wurde, sorgte ein Dämpfer dafür, dass die jeweilige Saite nicht mehr frei schwingen konnte. Im Jahr 1700 wurde ein solches Gerät als "arpicembalo che fà il piano e il forte" verzeichnet. Das erste gebaute Klavier wird dem Jahr 1698 zugeordnet.

Heute gibt es sogar noch drei originale Klaviere von Cristofori. Sie stehen in Leipzig, Rom und New York. Das Doodle bietet die Gelegenheit, zu lauschen, wie sich das erste Klavier angehört haben könnte.

mka

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