Berühmte Gletschermumie
Forscher entschlüsseln Ötzis Mikrobiom

Forscher entschlüsseln Ötzis Mikrobiom
Forscher entschlüsseln Ötzis Mikrobiom
© Foto: Marion Lafogler / South Tyrol Museum of Archaeology / Eurac Research / DPA
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Erstmals haben Forscher bestimmt, welche Mikroorganismen Ötzis Körper zu Lebzeiten besiedelten – und welche erst nach dem Tod hinzukamen. Dabei entdeckten sie auch Unerwartetes.

Der Begriff „Mikrobiom“ meint die Gesamtheit winziger Organismen, die in und auf unserem Körper leben. Das Mikrobiom variiert von Mensch zu Mensch, Experten sprechen deshalb vom „mikrobiellen Fingerabdruck“. Der verrät einiges über uns: etwa über unsere Gesundheit, unsere Lebensumstände – und zu einem gewissen Grad sogar, mit wem wir zusammenleben.

Kaum verwunderlich, dass auch das Mikrobiom der wohl bekanntesten Mumie der Welt große Beachtung verdient und erfährt. Einem Forschungsteam ist es nun zum ersten Mal gelungen, Ötzis mikrobielle Besiedlung zu entschlüsseln.

Auch Mumien haben komplexe Mikrobiome

Die Forscher und Forscherinnen des italienischen Forschungszentrums Eurac Research unterschieden zwischen zwei Typen von Mikroorganismen: solchen, die sich bereits auf oder in Ötzis Körper befanden, als er noch lebte – und jenen, die ihn erst nach seinem Tod besiedelten.

Bereits 2019 hatten Wissenschaftler eine Studie veröffentlicht, die Ötzis Darmmikrobiom genauer analysierte. In der Darmflora des Mannes befanden sich demnach Bakterien, die heutzutage bei Menschen in industrialisierten Gesellschaften kaum zu finden sind.

GEO

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