Busunglück bei Flensburg Vater lenkte Auto offenbar absichtlich in Linienbus


Ein Familienstreit hat womöglich zu einem Busunglück geführt, bei dem am Freitag ein Mann getötet und 23 weitere Menschen verletzt wurden. Nach ersten Ermittlungen der Polizei könnte ein 43 Jahre alter Mann seinen Kleinbus, in dem auch sein vierjähriger Sohn saß, absichtlich bei voller Fahrt in einen Linienbus gelenkt haben.

Ein Familienstreit hat womöglich zu einem Busunglück geführt, bei dem am Freitag ein Mann getötet und 23 weitere Menschen verletzt wurden. Nach ersten Ermittlungen der Polizei könnte ein 43 Jahre alter Mann seinen Kleinbus, in dem auch sein vierjähriger Sohn saß, absichtlich bei voller Fahrt in einen Linienbus gelenkt haben. Der Linienbusfahrer (71) starb bei dem Unfall zwischen Glücksburg und Flensburg, 21 Fahrgäste wurden zum Teil schwer verletzt. Der Vater kam mit lebensgefährlichen, der Sohn mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Vor dem Crash soll der Kleinbusfahrer seine ehemalige Lebensgefährtin bei einem Streit im Haus erheblich verletzt haben. Die 32-Jährige musste von einem Arzt versorgt werden. Nach ersten Erkenntnissen war der Mann nach dem Streit mit dem Kind weggefahren. Auf gerader Strecke war das Auto dann auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit dem Bus zusammengestoßen. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen. Es wird nun geprüft, ob es Absicht oder ein Unfall war. "Die Polizei ermittelt auch wegen eines möglichen Totschlags", sagte der Flensburger Staatsanwalt Rüdiger Meienburg.

Insgesamt 21 Fahrgäste des Linienbusses erlitten Verletzungen, vier davon schwere. Die Feuerwehr musste den Fahrer des Kleinbusses, das Kind und einen Fahrgast des Linienbusses aus den Wracks schneiden. Auch die Marine, die ihr Flottenkommando ganz in der Nähe des Unfallortes hat, half bei den Rettungsmaßnahmen. Die Leichtverletzten wurden von Notfall-Seelsorgern betreut und später mit einem Sonderbus vom Unfallort weggebracht. Insgesamt waren drei Feuerwehren und fast ein Dutzend Rettungswagen am Unfallort, drei Verletzte wurden mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

DPA DPA

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