Nach einer Gasexplosion in einer chinesischen Kohlemine in der nordchinesischen Provinz Shanxi sind laut chinesischen Staatsmedien mindestens 82 Menschen gestorben. Die Rettungsarbeiten dauern weiter an.
Am Samstagmorgen hieß es zunächst, dass insgesamt 201 Menschen aus der Mine geborgen wurden, darunter acht Tote. Warum die Todeszahl derart schlagartig nach oben korrigiert wurde, ist bislang unklar.
Unglück im Zentrum der Kohleindustrie Chinas
Das Unglück hat sich bereits am Freitagabend in einem Bergwerk im Landkreis Qinyuan ereignet, wie Chinas staatliche Agentur Xinhua berichtete.
Die Provinz Shanxi gilt als eines der Zentren für die chinesische Kohleindustrie. China hat die Zahl der tödlichen Grubenunglücke, die häufig durch Gasexplosionen oder Wassereinbrüche verursacht werden, seit den frühen 2000er Jahren durch strengere Vorschriften deutlich gesenkt. Der aktuelle Vorfall ist jedoch einer der folgenschwersten in der Volksrepublik im vergangenen Jahrzehnt.