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Prozess in Duisburg: Mutter gesteht Baby aus dem Fenster geworfen zu haben

Eine 26-jährige Frau wirft ihr Neugeborenes aus dem zweiten Stock - das Kind hat keine Chance. Ein Gericht in Duisburg muss nun klären, ob es sich bei der Tat um eine Kurzschlussreaktion handelte.

Der 26-jährigen Angeklagten drohen zwischen sieben und acht Jahre Haft

Der 26-jährigen Angeklagten drohen zwischen sieben und acht Jahre Haft

Es muss eine unfassbare Szene gewesen sein: Vor sechs Monaten hat eine Mutter aus Oberhausen ihr Baby direkt nach der Geburt aus dem zweiten Stock in einen Hinterhof geworfen. Der Säugling hatte keine Chance, das Baby schlug auf dem Pflaster auf und starb. "Ich hatte gehofft, dass es durch Kartons abgefedert wird, bevor es aufschlägt", sagte die 26-Jährigen, die sich seit Mittwoch in #link,http://www.stern.de/sport/fussball/duisburg-90263611t.html; # vor Gericht verantworten muss. Sie hatte ihre Schwangerschaft bis zuletzt verheimlicht.

Die Frau war mit ihrer vierjährigen Tochter in der Wohnung ihrer Eltern, als die Wehen einsetzten. Sie brachte ihr Kind auf der Toilette zur Welt - unbemerkt von ihren anwesenden Eltern. "Ich habe das mit den Händen abgefangen, dann habe ich das Fenster aufgemacht", sagte sie den Richtern unter Tränen.

Angeklagte wollte nicht mehr abtreiben

Der Leichnam des Säuglings wurde später von Nachbarn gefunden. Eine groß angelegte DNA-Untersuchung in der Nachbarschaft hatte die Ermittler schließlich zu der Angeklagten geführt. "Ich wollte das Kind eigentlich bei mir zu Hause bekommen und dann in die Babyklappe geben", sagte die Frau.

Zuvor hatte die Angeklagte bereits zweimal abgetrieben, das habe sie nicht erneut gewollt. Warum aber verheimlichte sie ihre Schwangerschaft? "Ich wollte meine Eltern nicht schon wieder enttäuschen." Nach zwei abgebrochenen Ausbildungen habe sie gerade erst wieder eine Lehre zur Bäckereifachverkäuferin begonnen.

Der 26-Jährigen droht zwischen sieben und acht Jahren Haft. Richter, Staatsanwalt und Angeklagte hatten sich bereits am ersten Prozesstag auf dieses Strafmaß verständigt, sollte die Mutter gestehen.

amt/DPA / DPA
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