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Eichborn-Pleite: Aufbau-Verlag will Vertriebsgemeinschaft fortsetzen

Erst wurde der Umzug nach Berlin unter das Dach des Aufbau-Verlags abgeblasen. Dann meldete Eichborn Insolvenz an. Aufbau-Verleger Matthias Koch ist auch Mehrheitseigentümer von Eichborn. Er will die Vertriebsgemeinschaft mit dem Frankfurter Verlag nun weiter fortsetzen.

Trotz der geplatzten Fusion mit dem Frankfurter Eichborn Verlag hofft der Berliner Aufbau Verlag auf eine Fortsetzung der bisherigen Vertriebsgemeinschaft. Aufbau-Verleger Matthias Koch sagte am Freitag in Berlin, seine Geschäftsführung habe bereits mit dem Insolvenzverwalter von Eichborn Kontakt aufgenommen. Man brauche jetzt eine Entscheidung, ob die bisherigen Verträge weiterlaufen könnten. Koch stellte am Freitag das neue Aufbau Haus in Berlin vor, das mit rund 50 Mietern ein neues Kunst- und Kommunikationszentrum werden soll.

Die beiden Verlage hatten eigentlich fusionieren wollen. Aufbau machte allerdings zur Bedingung, dass Eichborn dafür von Frankfurt nach Berlin umzieht. Ein entsprechendes Sanierungskonzept hatten die Frankfurter Büchermacher abgelehnt und stattdessen am Donnerstag überraschend Insolvenzantrag gestellt.

Nach dem Nein zu seinem Konzept sei dies der richtige Schritt, sagte Koch. Er hoffe, dass ein neuer Investor den Eichborn Verlag fortführen könne. "Wir wollen weiter die Bücher von Eichborn vertreiben."

liri/DPA / DPA