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Thailand: Höhlen-Drama: Mit diesem Mini-U-Boot will Elon Musk die verbliebenen Jungen retten

Das Drama um die eingeschlossen Jungen in Thailand nimmt kein Ende: Der Monsun könnte weitere Gänge fluten, der Sauerstoff wird knapp. Elon Musk präsentiert nun ein Mini-U-Boot, um Menschen aus gefluteten Höhlen zu retten.

Sebastian Ostendorf

Die Bemühungen um die Fußballmannschaft in einer thailändischen Höhle laufen auf Hochtouren. Seit Sonntag haben Taucher in einer aufwendigen Aktion schon mehrere der Kinder aus den überfluteten Tunneln in Sicherheit gebracht. Die Behörden drücken aufs Tempo, denn der Monsun-Regen könnte weitere Areale in der Höhle fluten.

Der Tauchgang zehrt die Kräfte aus. Es ist fraglich, ob die restlichen Kinder und ihr Trainer die Strecke ohne Risiko bewältigen. Immerhin harren sie  schon seit 15 Tagen aus. Der Sauerstoff droht knapp zu werden. Sollte es zu Äußersten kommen, müssten die Jungen in einer Blitzaktion gerettet werden. Der Unternehmer Elon Musk will für solche Einsätze, Mini-U-Boote bauen lassen, um Menschen evakuieren zu können.

Seine Ingenieure testen aktuell die Kapsel. Erste Versuchsreihen zeigte Musk bereits auf Twitter. Allerdings räumt er selber er, dass der Einsatz des U-Boots in Thailand nicht sicher sei - ob es rechtzeitig eintreffen würde, ist ungewiss.

Elon Musk beauftragte SpaceX mit dem Bau

Musk hatte schon kurz vor dem Wochenende seine Firmen ins Spiel gebracht, in Thailand helfen zu können. So böte sich etwa seine Bohrfirma The Boring Company an. Ebenso könne Tesla Energie-Zellen für die Pumpen liefern.

Am Samstag fiel dann die Entscheidung, SpaceX werde an einer Lösung arbeiten. Die Firma baut die Falcon 9 –Raketen. Die nutzen als Treibstoff Flüssigsauerstoff, der durch Röhren geleitet wird. Die habe nun ein Ingenieur-Team so umgebaut, dass ein Kind oder kleiner Erwachsener sich reinlegen könnte, behauptet Musk auf Twitter.

Sauerstoffflaschen an der Nase und am Heck sollen den Passagier versorgen. Die matt-silberne Kapsel verfügt über keinen eigenen Antrieb, sondern wird von Tauchern an Griffen durch die Gänge gezogen. Das Gefährt sei klein genug, um durch die Tunnel schwimmen zu können.

SpaceX selber wollte die Tweets seines Chefs nicht kommentieren. Gegenüber dem Techportal The Verge bestätigte aber ein Sprecher der Boring Company, dass Ingenieure der Bohrfirma von Tesla und SpaceX am Projekt arbeiten und erste Versuchsreihen durchgeführt hätten.

Das U-Boot soll in Zukunft zum Einsatz kommen

Der Unternehmer gab auf Twitter bekannt, einen ersten Typen am Sonntag nach Thailand geschickt zu haben. Er hoffe darauf, das Mini-U-Boot in Zukunft einsetzen zu können. Inwieweit Musk das Drama als Werbeaktion ausnutzt, oder selbstlos in Vorleistung für die Rettung geht, lässt sich von außen nicht beurteilen. Auf Twitter jedenfalls konnte der Tesla-Chef bereits eine rege Diskussion anstoßen. Seine Videos mit der Kapsel verzeichnen zwischen einer bis drei Millionen Aufrufe.