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Explosion in Karatschi: Bombe gegen Prozession

Bei einem Selbstmordanschlag im pakistanischen Karatschi sind am Montag mindestens 22 Menschen getötet worden. Dutzende weitere wurden verletzt.

Bei einem Selbstmordanschlag im pakistanischen Karatschi sind am Montag mindestens 22 Menschen getötet worden. Dutzende weitere wurden verletzt. Der Anschlag richtete sich gegen eine Prozession schiitischer Moslems in der Wirtschaftsmetropole. Er ereignete sich am Ende des Aschura-Fests, dem wichtigsten Ereignis des schiitischen Kalenders. Die Schiiten-Minderheit in Pakistan wird immer wieder von radikalen Gruppen sunnitischer Moslems attackiert.

Über dem Anschlagsort stieg dichter Rauch auf. Aufgebrachte Pilger griffen Journalisten und Polizisten an. Andere setzten Geschäfte und Fahrzeuge in Brand. Wegen der Prozession waren die Sicherheitsmaßnahmen verschärft und Tausende Polizisten in Alarmbereitschaft versetzt worden. Der Polizeichef der Stadt rief zur Ruhe auf.

Pakistan, der engste Verbündete der USA in der Region, sieht sich seit Monaten einer wachsenden Zahl von Anschlägen radikal-islamischer Gruppen, die mit dem Extremisten-Netzwerk Al-Kaida zusammenarbeiten. Die USA drängen die Führung in Islamabad zu einem härteren Vorgehen gegen Taliban und Al-Kaida, die das Grenzgebiet zum benachbarten Afghanistan als Rückzugswinkel nutzen.

Reuters / Reuters