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Femen in Moskau: Nackte Haut gegen Putin

Wenn es um ihre Themen geht, scheuen sie die Kälte nicht und kennen keine Scham. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt haben die Aktivistinnen von Femen halbnackt in Moskau gegen das umstrittene russische Wahlergebnis demonstriert.

Ukrainische Feministinnen haben sich in Moskau mit nackten Brüsten präsentiert und dabei ihre Solidarität mit der gegen die Parlamentswahl protestierenden russischen Opposition bekundet. "Ihr seit super, wir unterstützen eine Opposition, die keine Angst hat", sagte eine der Frauen von der ukrainischen Bewegung Femen am Freitag. "Wir sind für ehrliche Wahlen." Die jungen Frauen - blond mit bunten Haarkränzen - zogen bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt sehr leicht bekleidet vor die Christus-Erlöser-Kirche im Moskauer Stadtzentrum. Einige hatten sich orthodoxe Kreuze auf die Brust gemalt.

Ordnungskräfte der Kirche brachten die Frauen vom Gelände und bedeckten ihre Körper mit Mänteln. Ältere Kirchgängerinnen beobachteten den Auftritt der Feministinnen mit Entsetzen, bekreuzigten sich und fragten die Frauen, ob sie für diese Aktion bezahlt würden. Die Ukrainerinnen verneinten dies. Nach etwa 15 Minuten verließen die Frauen den Kirchplatz.

Seit dem Wochenende demonstrieren in Russland Oppositionelle gegen die Wahl vom Sonntag, bei der die Regierungspartei Einiges Russland knapp 50 Prozent der Stimmen gewann. Bei den Protesten in Moskau und St. Petersburg wurden seither insgesamt 1600 Menschen festgenommen. Für Samstag sind Massenproteste der Opposition angekündigt.

liri/AFP / AFP
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