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Frankfurter Flughafen: Polizei nimmt mutmaßlichen IS-Kämpfer aus Nordhessen fest

Wegen Verdachts der Vorbereitung einer staatsgefährdenden Straftat ist ein 18-Jähriger in Frankfurt festgenommen worden. Er soll sich im Oktober 2014 in Syrien dem IS angeschlossen haben.

Ein Bundespolizist am Frankfurter Flughafen. Am Montag wurde dort ein mutmaßlicher IS-Kämpfer aus Nordhessen festgenommen (Symbolbild)

Ein Bundespolizist am Frankfurter Flughafen. Am Montag wurde dort ein mutmaßlicher IS-Kämpfer aus Nordhessen festgenommen (Symbolbild)

Die deutsche Polizei hat einen aus der Türkei abgeschobenen mutmaßlichen IS-Kämpfer festgenommen. Der 18-Jährige sei am Frankfurter Flughafen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat bereits am Montag festgenommen worden, teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Der in Nordhessen geborene Mann soll nach Angaben der Ermittler vergangenen Oktober mit zwei weiteren Männern und einer Frau über die Türkei nach Syrien gereist sein, um sich dem extremistischen Islamischen Staat (IS) anzuschließen. Ende Februar sei er bei dem Grenzübertritt in die Türkei festgenommen worden.

Die Sicherheitsbehörden haben in Deutschland nach Angaben des Bundesinnenministeriums etwa 270 Gefährder im Visier, die sie der Islamisten-Szene zurechnen. Als Gefährder würden Personen eingestuft, denen Straftaten von erheblicher Bedeutung zugetraut würden.

Nach Angaben von Innenminister Thomas de Maiziere sind etwa 650 Menschen aus Deutschland in die Krisengebiete rund um Syrien ausgereist, um sich dort womöglich an den Kämpfen des IS zu beteiligen. Davon sei etwa ein Drittel wieder nach Deutschland zurückgereist. Die Zurückgereisten fielen nur zum Teil in die Rubrik der Gefährder.

mod/Reuters / Reuters