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Großrazzia gegen Bandidos Polizei durchsucht Dutzende Rocker-Häuser


Erst die Hells Angels jetzt die Bandidos: Die Polizei in Berlin und Brandenburg geht weiter entschieden gegen Rockerbanden vor. Auch durch Rückschläge lassen sich die Beamten nicht entmutigen. Die Strategie setzt auf Großaufgebote.

Mit einem Großeinsatz von etwa 1000 Polizisten ist die Polizei am Donnerstag gegen Rockerbanden in Berlin und Brandenburg vorgegangen. Durchsucht würden etwa 70 Objekte, Wohnungen, Arbeitsstätten und Vereinshäuser, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf einem Vereinsheim der Bandidos in Hennigsdorf im Landkreis Oberhavel. Die Aktion findet unter Federführung Berlins und mit Beamten aus mehreren Bundesländern statt. Dabei wurden außerdem Haftbefehle vollstreckt.

Die Razzia richtet sich gegen die organisierte Kriminalität von Rockerbanden, vor allem gegen Drogendelikte, und ist seit Monaten vorbereitet worden. Der Präsident des Clubs in Hennigsdorf ist nach Polizeiangaben ein ehemaliger Berliner Polizist.

In der vergangenen Woche hatte es mehrere Razzien bei den Hells Angels in Berlin und Potsdam gegeben. Der Berliner Senat hatte zudem die einflussreichste Hauptstadt-Gruppe der Hells Angels verboten. Mehrere Mitglieder der Berliner Hells Angels und der verfeindeten Bandidos waren zuvor zu den Brandenburger Rockern übergelaufen. Für Aufsehen hatte gesorgt, dass eine geplante Großrazzia gegen die Hells Angels in Berlin zuvor verraten worden war.

ono/DPA DPA

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