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Der Mann aus den Enthauptungsvideos: Ist "Jihadi John" ein Londoner mit Informatik-Abschluss?

Er hat mindestens sieben Menschen enthauptet und seine Taten grauenhaft inszeniert: Nun ist die Identität des maskierten Mannes aus den Videos des IS wohl geklärt. Die "Washington Post" nennt Details.

Das Böse hat einen Namen: Der Henker aus den Propaganda-Videos des IS soll Mohammed Emzawi heißen, 27 Jahre alt sein und aus London stammen. Dies berichtet die "Washington Post". Familienangehörige und Freunde wollen ihn identifiziert haben.

Demnach kommt Emzawi aus einer Familie der englischen Mittelklasse in West-London und hat einen College-Abschluss in Informatik. 2012 ist er nach Syrien gereist, wo er sich später der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen haben soll.

"Er war wie ein Bruder für mich"

"Ich habe keinen Zweifel, dass Mohammed 'Jihadi John" ist", sagt ein enger Freund der "Washington Post". "Er war wie ein Bruder für mich."

Nach Informationen der BBC soll Emzawi schon seit längerer Zeit vom britischen Geheimdienst beobachtet worden sein. Scotland Yard teilte mit, dass die Polizei die Identität des Mannes nicht bestätigen werde.

Auch der Forschungsdirektor des britischen CAGE-Instituts, Asim Qureshi, bekräftigte den Verdacht: "Es gab eine große Ähnlichkeit", sagte er der "Washington Post" nach der Sichtung eines der Enthauptungsvideos, "daher bin ich ziemlich sicher, dass es sich dabei um diese Person handelt." Qureshi hatte Kontakt zu Emzawi, bevor der sich nach Syrien begab.

tim
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?