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Japan Schweres Erdbeben erschüttert den Inselstaat


Vier Monate nach dem schweren Erdbeben ist Japan erneut von einem starken Beben heimgesucht worden. Größere Schäden hat es diesmal offenbar nicht geben.

Die Erde in Japan kommt nicht zur Ruhe: Wieder hat ein schweres Beben vor der Nordostküste des Landes den Inselstaat erschüttert. Der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge erreichte es eine Stärke von 7,3. Die Menschen vor Ort können jedoch aufatmen: Die Erschütterungen haben offenbar keine größeren Schäden verursacht.

Nach dem Beben hatte das japanische Meterologische Institut zunächst vor einem Tsunami gewarnt, der bis zu einem halben Meter hoch werden könnte. Später wurde eine nur etwa zehn Zentimeter hohe Flutwelle registriert und die Warnung wieder aufgehoben.

Beben ereignete sich unweit von AKW Fukushima

Das Epizentrum lag vor der Hauptinsel Honshu nahe der Stadt Sanriku. Sie liegt etwa 100 Kilometer nördlich des havarierten Atomkraftwerks Fukushima, das im März bei einem verherenden Erdbeben schwer beschädigt worden war. Wie es im Fernsehsender NHK hieß, gab es nach Angaben des Kraftwerksbetreibers Tepco keine neuen Probleme dort. Die Arbeiter seien umgehend in Sicherheit gebracht worden, teilte das Unternehmen mit.

Das Beben am 11. März dieses Jahres hatte die Stärke 9,0 und eine mehrere Meter hohe Flutwelle ausgelöst. Eine ganze Küstenregion wurde verwüstet. Rund 21.000 Menschen wurden getötet oder sind vermisst. Am AKW Fukushima unterbrach eine 14 Meter hohe Flutwelle die Stromversorgung der Kühlkreisläufe. Mehrere Reaktoren gerieten außer Kontrolle und sind noch immer nicht stabilisiert.

liri/DPA/Reuters DPA Reuters

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