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Köln: Keine Glasflaschen beim Straßenkarneval

Jecken müssen in diesem Jahr beim Kölner Straßenkarneval nun doch auf Glasflaschen verzichten. Per Eilbeschluss hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster am Mittwoch das Glasverbot der Stadt bestätigt.

Jecken müssen in diesem Jahr beim Kölner Straßenkarneval nun doch auf Glasflaschen verzichten. Per Eilbeschluss hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster am Mittwoch das Glasverbot der Stadt bestätigt. Das Kölner Verwaltungsgericht hatte das Verbot nach der Klage eines Anwohners der Innenstadt zunächst gekippt. Der Mann hatte argumentiert, durch das Verbot in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt zu werden.

Mit dem Verbot, das nun erstmals an Weiberfastnacht gelten soll, will die Stadt die Verletzungsgefahr an den tollen Tagen minimieren. Vor allem umherliegendes und zerbrochenes Glas führt nach Ansicht der Stadt bei den dicht gedrängten Menschenmassen in der Altstadt, im Zülpicher Viertel und im Bereich der Ringe immer wieder zu Problemen.

Durch die am Boden liegenden Glasflaschen und Scherben komme es zu einer Störung der öffentlichen Sicherheit, erklärte nun auch der Senat des Oberverwaltungsgerichts. Nach Auffassung der Richter ist es zwar fraglich, ob diese Gefahren effektiv durch ein Glasverbot bekämpft werden könnten. Angesichts der Erfahrungen, die die Stadt Dortmund 2008 mit einem ähnlichen Konzept bei der Loveparade gemacht habe, sei ein Erfolg der Kölner Initiative aber auch nicht auszuschließen. In Dortmund hatte sich die Zahl der Schnittverletzungen gegenüber der Loveparade in Essen demnach deutlich reduziert.

APN / APN