VG-Wort Pixel

Urteilsspruch in Leipzig Neun Jahre Gefängnis: Mann ersticht Hundebesitzer wegen nicht angeleintem Hund

Ein Justizbeamter bewacht die Anklagebank im Landgericht Leipzig.
Ein Justizbeamter bewacht die Anklagebank im Landgericht Leipzig. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 34 Jahre alten Angeklagten vor, im November 2020 einen 52-Jährigen mit einem Messer getötet zu haben.
© Hendrik Schmidt / DPA
Er lauerte einem Hundebesitzer nachts auf und stach ihn nieder. Der Grund: Ein Streit um einen nicht angeleinten Hund. Das Landgericht Leipzig sprach nun ein Urteil.

Neun Jahre muss ein 34-Jähriger ins Gefängnis, weil er einen Mann erstach, der seinen Hund nicht angeleint hatte. Das Landgericht Leipzig verurteilte den Angeklagten am Dienstagabend wegen Mordes. Weil er laut psychiatrischem Gutachten wegen einer speziellen Form der depressiven Störung vermindert schuldfähig ist, reduzierte die 16. Strafkammer allerdings das Strafmaß.

Mordmerkmal an Hundebesitzer in der Nacht sei "Heimtücke"

Das Nichtanleinen eines Hundes sei vom Angeklagten mit einem Messer geregelt worden, begründete der Vorsitzende Richter Hans Weiß die Entscheidung. Das Mordmerkmal der Heimtücke sei erfüllt. "Sie haben sich im Dunkeln von hinten mit den Worten "Jetzt habe ich euch" ihren Opfern genähert", betonte der Richter. Diese hätten nicht mit einem derartigen Angriff rechnen können. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung kündigte an, das Urteil überprüfen zu wollen.

Zwei Polizisten in Schutzwesten führen einen Mann in Handschellen an ein dunkelblaues Polizeiauto. Der bückt sich zum Einsteigen

Sehen Sie in diesem Video: Zwei Deutsche sind in Spanien im Zusammenhang mit der Tötung eines DJ festgenommen worden. Die beiden Männer wurden in Málaga im Süden des Landes gefasst.

ldh DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker