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Massaker auf Utøya Polizei räumt schwerwiegenden Fehler ein


77 Menschen tötete Anders Behring Breivik, der Attentäter von Oslo und Utøya, 69 davon metzelte er allein auf der Ferieninsel nieder. Jetzt hat die Polizei einen Fehler zugegeben, der bei dem Einsatz wertvolle Zeit gekostet hat.

Die norwegische Polizei hat eingeräumt, bei ihrem Einsatz während des Blutbads auf der Insel Utøya eine längere Strecke zurückgelegt zu haben als nötig. Es habe sich herausgestellt, dass der Ort, an dem ein Polizeiboot ins Wasser gelassen wurde, dafür "wenig geeignet" gewesen sei, sagte ein Vertreter der Polizei von Oslo am Dienstag dem Fernsehsender NRK.

Demnach bestiegen die aus dem rund 40 Kilometer entfernt liegenden Oslo herbeigeeilten Einsatzkräfte einer Sondereinheit ein Polizeiboot in 3,6 Kilometern Entfernung von der Insel. Es habe aber auch eine Anlegestelle in nur 670 Metern Entfernung zur Insel gegeben.

NRK zeigte ein Amateurvideo, auf dem rund ein dutzend Polizisten auf einem kleinen roten Schlauchboot unterwegs sind. Wegen der zu großen Beladung gelangte aber Medienberichten zufolge Wasser ins Boot. Die Polizei hat einen Motorschaden eingeräumt, die Sondereinheit gelangte daher an Bord von zwei Privatbooten auf die Insel.

Offiziellen Angaben zufolge konnten die Polizisten so sogar Zeit sparen, weil die Privatboote schneller waren. Fredriksen wollte auf NRK aber keine Angaben darüber machen, welche Zeitverzögerung es durch die Wahl des Startpunktes des Schlauchbootes möglicherweise gegeben habe.

Die Polizei ist bereits kritisiert worden, weil bei dem Massaker auf Utøya am 22. Juli zwischen einem ersten Notruf und der Festnahme des geständigen Attentäters Anders Behring Breivik rund eine Stunde verging. Behring Breivik tötete auf Utøya 69 Menschen, vor allem Jugendliche, die an einem Sommerlager der regierenden Arbeiterpartei teilnahmen. Zuvor hatte er im Regierungsviertel von Oslo eine Bombe gezündet, dabei starben acht Menschen.

mad/AFP AFP

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