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Nicolas Sarkozys Ehe: Hat Ex-Ministerin Dati getratscht?

Seit Kurzem muss Frankreichs Ex-Justizministerin Rachida Dati auf ihren Dienstwagen verzichten – nun spekuliert die Presse über die Gründe von Präsident Nicolas Sarkozys Entscheidung. Die Vermutung: Dati soll Gerüchte über seine Ehe mit Carla Bruni in Umlauf gebracht haben.

Die französische Ex-Justizminsterin Rachida Dati soll Gerüchte über die Ehe von Präsident Nicolas Sarkozy gestreut haben. Der französische Geheimdienst habe einen entsprechenden Bericht dem Präsidenten übergeben, meldet die Zeitung "Le Journal du Dimanche". Nach mehreren ungenannten Quellen habe der Élysée-Palast Dati zuvor bereits im Verdacht gehabt, Ruf schädigende Gerüchte über die Ehe von Nicolas und Carla Bruni Sarkozy in Umlauf gebracht zu haben.

Dati musste in der vergangenen Woche überraschend auf ihren Dienstwagen, ihr Sicherheitspersonal und ihr Mobiltelefon verzichten. Diese Privilegien hatte sie ungeachtet ihres Abschieds aus der Regierung zunächst behalten können. Die Anweisung kam aus dem Élysée, während Dati an der Diskussionsrunde eines Fernsehsenders teilnahm. Das Enthüllungsblatt "Le Canard Enchaîné" berichtete ebenfalls, dass Sarkozy seine ehemalige Lieblingsministerin verdächtige, entsprechenden Klatsch zu verbreiten. Dati hatte es Sarkozy übelgenommen, dass er sie aus dem Justizministerium verdrängt und ins Europaparlament geschickt hatte.

Gerüchte über fremde Liebschaften

Eine französische Journalistin hatte kürzlich per Twitter eine Ehekrise im Hause Sarkozy erwähnt. Das Gerücht, dass beide Eheleute andere Liebschaften hätten, fand sich bald darauf auf einem privaten Blog auf der Website des als seriös geltenden Blattes "Journal du Dimanche". Sarkozy dementierte verärgert.

Ein ranghoher Polizeibeamter widersprach indes den Vermutungen. Das Justizministerium habe vielmehr darauf reagiert, dass der französische Rechnungshof in seinem letzten Bericht eine viel zu hohe Zahl von Dienstwagen angeprangert habe. Nicht nur Dati müsse künftig auf die Limousine und die Personenschützer verzichten. Insgesamt würden rund zehn Fahrzeuge und etwa vierzig Beamte eingezogen.

DPA/AFP / DPA