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Oakland/Kalifornien: Polizei nimmt mehr als 200 Occupy-Demonstranten fest

Bei Anti-Wall-Street-Protesten sind im kalifornischen Oakland mehr als 200 Demonstranten festgenommen worden. Randalierer demolierten Polizeifahrzeuge und schlugen Schaufensterscheiben ein, die Polizei antwortete mit Tränengas.

Die Polizei hat im kalifornischen Oakland mehr als 200 Demonstranten der Occupy-Bewegung festgenommen. Die Beamten setzten am Samstag Tränengas gegen hunderte Aktivisten ein, die versuchten, mehrere Gebäude zu besetzen, darunter ein Kongresszentrum und das Rathaus. Schätzungen zufolge hatten sich mehr als tausend Menschen an der zunächst friedlichen Demonstration beteiligt. Später wurden dann Polizisten attackiert, Polizeifahrzeuge demoliert und Schaufensterscheiben eingeschlagen. Drei Polizisten waren am Samstag bei Auseinandersetzungen mit Demonstranten verletzt worden, wie die "New York Times" unter Berufung auf die Behörden meldete.

In Washington demonstrierten unterdessen bis zu 200 Occupy-Aktivisten am Rande einer Gala-Veranstaltung des exklusiven Alfalfa-Clubs. Zu dem Dinner in einem Fünf-Sterne-Hotel wurden unter anderem Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle erwartet. Die Demonstranten, darunter einige Frauen mit nackten Brüsten, tanzten vor dem Hotel auf der Straße.

Die Occupy-Bewegung war im September in New York entstanden. Ausgehend von der Gruppe "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") dehnten sich die Proteste auf zahlreiche Städte in den USA und auf andere Länder aus. Die Aktivisten, die häufig in Zeltlagern ausharren, prangern dabei die Macht der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an.

kng/DPA/AFP / DPA
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