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Privataudienz in Rom: Papst Franziskus nennt Abbas "Friedensengel"

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist von Papst Franziskus bei einer Privataudienz als "Friedensengel" bezeichnet worden. Beim Gespräch der beiden ging es auch um den Friedensprozess mit Israel.

"Ich musste an Dich denken, weil Du ein Friedensengel bist", sagte Papst Franziskus laut Journalistenbriefing zu Mahmud Abbas

"Ich musste an Dich denken, weil Du ein Friedensengel bist", sagte Papst Franziskus laut Journalistenbriefing zu Mahmud Abbas

Bei einer Privataudienz in Rom hat Papst Franziskus Palästinenserpräsident Mahmud Abbas als "Friedensengel" bezeichnet. Bei dem "herzlichen" Treffen im Apostolischen Palast sei es auch um den Friedensprozess mit Israel gegangen und die Hoffnung, dass beide Seiten wieder direkte Verhandlungen aufnähmen, teilte der Vatikan mit.

Beide Seiten äußerten sich den Angaben zufolge sehr zufrieden über ein Abkommen, in dem es um den Status der katholischen Kirche in Palästina geht. In diesem Vertrag, der bald unterzeichnet werden soll, hat der Vatikan Palästina als Staat anerkannt und damit Kritik in Israel ausgelöst.

Ban verurteilte neue israelische Siedlungsbauten

Nach dem Gespräch tauschten der Papst und Abbas Geschenke aus. Franziskus überreichte dem Palästinenserpräsidenten eine Medaille mit einem Friedensengel, um den "schlechten Geist des Krieges zu zerstören". "Ich musste an Dich denken, weil Du ein Friedensengel bist", sagte er laut Journalistenbriefing.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die neuen israelischen Siedlungsbauten in den besetzten Gebieten des Westjordanlandes. Ban erinnerte nach Angaben seines Sprechers daran, dass die Siedlungen nach dem Völkerrecht illegal seien. Er rief die israelische Regierung auf, den Bau "im Interesse des Friedens und einer dauerhaften Lösung" des Konflikts mit den Palästinensern sofort zu stoppen und rückgängig zu machen.

and/DPA / DPA