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Saratov Airlines: Russisches Passagierflugzeug mit 71 Menschen abgestürzt

Es besteht kaum Hoffnung auf Überlebende: Ein russisches Passagierflugzeug mit 71 Menschen an Bord ist am Sonntag kurz nach dem Start in Moskau abgestürzt. Der Regionaljet vom Typ Antonow An-148 war auf dem Weg nach Orsk an den Südausläufern des Urals.

Ein russisches Passagierflugzeug mit mehr als 70 Menschen an Bord ist im Gebiet Moskau abgestürzt. Die Maschine der Fluggesellschaft Saratow Airlines vom Typ Antonow An-148 sei nach dem Start vom Hauptstadt-Flughafen Domodedowo vom Radar verschwunden, teilte der Zivilschutz am Sonntag mit.

Nach Angaben von Nachrichtenagenturen haben Augenzeugen aus dem Dorf Argunovo ein brennendes Flugzeug vom Himmel fallen sehen. Es seien Trümmerteile sowie mehrere Tote an der Absturzstelle bei dem Dorf Argunovo südöstlich von Moskau gefunden worden.

Auf dem Flug von Moskau nach Orsk

An Bord der Maschine seien 65 Passagiere und sechs  Besatzungsmitglieder gewesen, hieß es. Das Flugzeug sollte in die Stadt Orsk nahe der Grenze zu Kasachstan fliegen.

Bei der Unglücksmaschine handelt es sich um ein modernes Regionalverkehrsflugzeug mit zwei Triebwerken, das vom ukrainischen Flugzeughersteller Antonow entwickelt wurde. Der Prototyp der Antonow An-148 absolvierte 2004 ihren Erstflug. Ein Exemplar ging bei einem Testflug 2011 verloren, als sich laut Augenzeugen ein Flügel vom Rumpf löste - sechs Crew-Mitglieder starben. Die jetzt abstürzte Maschine war acht Jahre alt.

Die nach ihrem Heimatort benannte russische Fluggesellschaft Saratov Airlines wurde 1993 gegründet und betreibt zehn Flugzeuge. Zur Flotte gehören auch drei Maschinen vom Typ Antonow A-148.

Der Jet war gegen 11 Uhr auf dem Flughafen Moskau-Domodedowo mit 71 Personen an Bord gestartet und war nur fünf Minuten in der Luft, ehe es bei dem Dorf Argunovo abstürzte.

Der Jet war gegen 11 Uhr auf dem Flughafen Moskau-Domodedowo mit 71 Personen an Bord gestartet und war nur fünf Minuten in der Luft, ehe es bei dem Dorf Argunovo abstürzte.

Die Ermittlungsbehörde leitete 2015 ein Strafverfahren wegen möglicher Verstöße gegen die Flugsicherheitsvorschriften gegen  Saratov Airlines ein. Ein Team des Zivilschutzes ist jetzt auf den Weg zum Absturzort, ebenso der russische Verkehrsminister Maxim Sokolow.

Vier Flugzeugunglücke in den letzten Jahren

Flugzeugabstürze sind in Russland keine Seltenheit. Insgesamt gab es seit 2010 mindestens vier schwere Unglücke ziviler Verkehrsmaschinen mit zusammen mehr als 240 Todesopfern. Der letzte Absturz ereignete sich im März 2016. Damals stürzte eine Boeing 737-800 aus Dubai bei Sturm auf den Flughafen der Millionenstadt Rostow am Don. Die Maschine des Billigfliegers FlyDubai zerschellte in einem Feuerball. Alle 62 Menschen an Bord starben.

Zweieinhalb Jahre zuvor war eine Boeing 737-500 beim Anflug auf die russische Stadt Kasan hart auf der Landebahn aufgeschlagen und in Flammen aufgegangen. Es gibt keine Überlebenden, 50 Menschen starben.

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tib mit Agenturen