Seehofers Freundin "Die Trennung war wie ein Fallbeil"


Wie geht es der Ex-Geliebten von Landwirtschaftsminister Seehofer und dem gemeinsamen Kind? Anette Fröhlich, 33, hat sich erstmals in den Medien geäußert. Und beschreibt, wie Seehofer per SMS den Papi zu geben versucht.

Sie ist jung, schön, klug - und hat ein uneheliches Baby mit Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer: Anette Fröhlich, 33, von Berufs wegen Büroleiterin des CDU-Abgeordneten Laurenz Meyer. Im Juni kam Tochter Anna-Felicia Eva Margarethe zur Welt, einen Monat später erklärte Seehofer öffentlich, bei seiner Frau Karin und den drei gemeinsamen Kindern bleiben zu wollen. Nun hat sich Anette Fröhlich erstmals zu der Affäre geäußert - vorsichtig, kritisch, aber auch erstaunlich wohlwollend mit Blick auf Seehofer.

Demnach versucht Seehofer, über SMS Kontakt zu halten. "Es interessiert ihn schon, wie es seiner Tochter und mir geht", sagte Fröhlich der Illustrierten "Bunte". "Es gibt sicherlich verschiedene Auffassungen, was 'kümmern' bedeutet. Er schickt SMS." Hoffnung darauf, dass sich Seehofer doch noch für sie entscheiden könnte, rechnet sich Fröhlich nicht aus. "Er hat seine Entscheidung getroffen. Ich akzeptiere sie. Auch wenn sich an meinen Gefühlen nichts geändert hat."

Trennung per Telefon

Die Trennung von Seehofer hat Fröhlich gleichwohl als sehr schmerzhaft in Erinnerung. Ihren Angaben zufolge hat Seehofer ihr "bis zum Schluss Hoffnungen gemacht" - dann aber eine einsame Entscheidung getroffen und darüber zunächst seine Partei, die CSU, informiert. Erst danach habe er sich bei ihr telefonisch gemeldet, so Fröhlich. "Diese Art und Weise hat mich tief getroffen und verletzt. Ich war bestürzt und konnte es nicht begreifen."Die Trennung habe sie "wie ein Fallbeil erwischt".

Dennoch war es für Fröhlich auch erleichternd, dass Seehofer nach monatelangem Zögern zu einer Entscheidung fand. "Diese Ungewissheit war schon sehr belastend für die Schwangerschaft und die ersten Lebenswochen von Anna-Felicia." Seehofer stand während dieser Phase unter enormen Druck: Nachdem er Anfang des Jahres bekannt gegeben hatte, dass er sich um den CSU-Vorsitz bewirbt - und damit gegen Erwin Huber und Günther Beckstein antritt, die das politische Erbe des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber schon unter sich aufgeteilt hatten - publizierte die "Bild" die erste Geschichte über Seehofers uneheliche Beziehung. Damit war Seehofers Image als christsozialer Politiker und Familienmensch ramponiert, außerdem wurde er permanent aufgefordert, sein Privatleben zu ordnen.

Kontakt auch an Weihnachten

Anette Fröhlich zufolge war die Beziehung zu Seehofer, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits drei Jahre alt gewesen sei, sehr intensiv. Sie hätten unter der Woche in Berlin gemeinsam in seinem Appartement gelebt, am Wochenende sei er zu seiner Familie nach Ingolstadt gefahren. "Wir haben seinen Geburtstag immer zusammen verbracht, meinen fast immer", sagte Fröhlich der "Bunten". "Auch während der Weihnachtsfeiertage hatten wir die ganze Zeit SMS-Kontakt. Auch an Heiligabend. Ich wusste ja, dass es so ist, wie es ist." Sie sei auch "öfter" zu Besuch in Seehofers Ferienhaus in der Nähe von Ingolstadt gewesen.

Allerdings hätten nur wenige Menschen von der Beziehung Kenntnis gehabt. "Meine Eltern wussten es irgendwann. Und auch Laurenz Meyer als mein Arbeitgeber, damit er nicht meine Loylität infrage stellen konnte." Selbst ihre persönlichen Freunde seien aber nicht informiert gewesen.

Konservativ erzogen

Anette Fröhlich, deren Vater 30 Jahre lang CSU-Bürgermeister in der Nähe von Schweinfurt war, ist ebenso wie Seehofer Mitglied der CSU. In dem Interview sagt sie, sie sei "sehr konservativ" erzogen worden, habe aber in ihrem Vater einen Freund, der alle Höhen und Tiefen des Lebens kenne. Sie wolle bald wieder in Vollzeit arbeiten und die Tochter von einer Tagesmutter versorgen lassen. Über eine finanzielle Beteiligung Seehofers habe sie mit ihm noch nicht gesprochen.

Die Frage, ob sie sich nun wie eine Verliererin fühle, da sich Seehofer gegen sie entschieden habe, beantwortete die junge Mutter bündig: "Warum sollte ich das? Ich halte doch das größte Glück der Welt in meinen Armen."

lk

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