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Fahndung Freiburger Gruppenvergewaltigung: Elf Männer stehen vor Gericht, einen sucht die Polizei noch


Elf Männer müssen sich nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an einer Freiburger Disco vor Gericht verantworten. Mindestens ein Verdächtiger ist noch auf der Flucht – die Polizei bittet um Hilfe.

Es waren erschreckende Details, die der Freiburger Staatsanwalt Rainer Schmid in seiner Anklage vor dem Landgericht vortrug. Mindestens zwölf Männer sollen im Oktober eine damals 18-jährige Studentin über insgesamt zweieinhalb Stunden nacheinander vergewaltigt haben. Die junge Frau war wehrlos, sie stand möglicherweise unter dem Einfluss von K.o.-Tropfen, als die mutmaßlichen Täter sie in einem Gebüsch in der Nähe der Disco Hans-Bunte-Areal im Norden der Stadt sexuell misshandelten. Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen und löste eine Debatte über den Umgang mit straffällig gewordenen Flüchtlingen in Deutschland aus.

Voraussichtlich bis Dezember läuft nun der Prozess gegen acht Syrer im Alter zwischen 19 und 30 Jahren, einen 23-jährigen Iraker, einen 18-jähriger Algerier und einen 25-jährigen Deutschen. (Lesen Sie hier im stern die Reportage vom Prozessauftakt.)

Fahndung nach Gruppenvergewaltigung in Freiburg

Die Ermittler sind davon überzeugt, dass mindestens ein weiterer Mann an der Vergewaltigung beteiligt war – er ist bis heute nicht gefasst. Rund drei Monate nach der Tat veröffentlichte die Polizei ein Phantombild des Verdächtigen. Sie bittet die Bevölkerung nach Angaben eines Sprechers weiter um Mithilfe bei der Fahndung nach dem Mann.

Er soll zwischen 20 und 25 Jahre alt und etwa 1,90 bis 1,95 Meter groß sein sowie eine muskulöse, durchtrainierte Figur haben. Der Gesuchte hat schwarze Haare, die zum Tatzeitpunkt laut eines Zeugen an der Seite kurz rasiert waren, und trug einen auffälligen, nach unten spitz zulaufenden Bart. In der Oktobernacht soll er mit einem eng anliegenden blauen Pullover, einer dunkelbraunen Hose und schwarzen Schuhen bekleidet gewesen sein.

Das Phantombild zeigt den Gesuchten im Fall der Freiburger Gruppenvergewaltigung
Das Phantombild zeigt den Gesuchten im Fall der Freiburger Gruppenvergewaltigung
© Polizeipräsidium Freiburg

Die Kripo in Freiburg nimmt Hinweise zum Aufenthaltsort und zur Identität des Gesuchten unter der Telefonnummer (0761) 8825777. Darüber hinaus nimmt auch jede andere Polizeidienststelle Hinweise entgegen.

Quelle:Polizeipräsidium Freiburg

wue

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