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Klage: Wie der Hollywood-Sexkult mit dem Brandzeichen die Frauen der Gruppe finanziell ausnahm

Nxivm wurde als manipulative Sexsekte bekannt, die Frauen manipulierte und sie dann mit einem Brandzeichen kennzeichnete. Eine neue Klage zeigt nun die Praktiken, mit der Gründer Keith Raniere seine Anhängerinnen ausplünderte.

Akten aus einem Prozeß gegen Keith Raniere

Akten aus einem Prozeß gegen Keith Raniere

AFP

Nxivm wurde weltweit als bizarre Sex-Kult bekannt, bei dem prominenten Frauen aus Hollywood systematisch manipuliert wurden, um sich in einem bizarren Ritual dem Anführer Keith Raniere als Sex-Sklaven zu unterwerfen. Als sichtbares Zeichen ihrer Hingabe empfingen sie ein Brandzeichen mit seinen Initialen.

Nxivm war weit mehr als ein Sex-Kult um einen Guru. An den sexuellen Praktiken nahmen nur die wenigsten teil, das war einem innersten Kreis vorbehalten. Nxivm ging es immer um mehr – der ganze Sex-Kult war in ein Programm zur angeblichen Verbesserung der Persönlichkeit eingebettet. So wollte die Gruppe als Geheimgesellschaft Einfluss auf höchste Kreise und die Weltpolitik nehmen. Das glaubten zumindest die verblendeten Anhängerinnen. Schon der erste Whistleblower Frank Parlato sagte, dass die allgemeinen Kurse nur dazu dienen, reiche, berühmte oder gut aussehende Frauen für den inneren Kreis zu rekrutieren. Der eigentliche Trick soll sein, dass der innere Zirkel zunächst als reine Frauengruppe auftrete. Und nur Frauen benutzt werden, andere Frauen in den Bann der Gruppe zu ziehen. "Das Ganze wird als etwas Faszinierendes verkauft. Eine Gruppe für Frauen, in der sie Training und Coaching erhalten würden und dann entscheidende Dinge in der Welt bewegen würden – so wie die Freimaurer", berichtet Parlato. (Über den Aufbau des Kultes informiert Sie dieser Artikel: So funktioniert die bizarre Sex-Sekte mit Brandzeichen und Hollywood-Stars)

Die Masse wurde "nur" finanziell ausgeplündert

Eine neue Klage zeigt nun, dass auch die Mitglieder, die von Raniere nicht sexuell angegriffen wurden, systematisch psychisch manipuliert worden sind. Hier ging es vor allem darum, den Opfern möglichst viel Geld zu entlocken. In der Klage heißt es, dass sie durch pseudo-wissenschaftliche Behauptungen dazu verleitet wurden, Tausende von Dollar für Kurse zu bezahlen. "Sie bringen dich dazu, den eigenen Entscheidungsprozess nicht zu trauen. Man fängt an, an allem zu zweifeln", sagte das ehemalige Mitglied Sally Brink, zur "New York Times". Brink hat insgesamt 145.000 Dollar für Nxivm-Kurse bezahlt.

Die Klage deckt das System auf, mit dem Nxivm neue Mitglieder gewann und in einer Art von Abhängigkeit führte. Mitglied konnte man nur auf Einladung werden und auch dann musste man einen Fragen-Parcours absolvieren. Potenzielle Skeptiker wurden damit aussortiert, so die Klage, potenzielle Opfer eingeladen. Geeignete Kandidaten waren Personen, die unter den Folgen sexueller Übergriffe litten. Oder unsichere Menschen, die vom Vermögen ihrer Eltern lebten, aber unter den übermächtigen Eltern litten – die sogenannte "Treuhandfonds-Babys".

Versprechen der Schneeballsysteme

Die Klage führt an, dass die Opfer systematisch psychisch manipuliert worden sind. Dazu arbeitet Nxivm nach dem Muster klassischer Pyramidensysteme. Die Kurse waren teuer, viele verschuldeten sich. Doch wer aufstieg, konnte angeblich Geld an den Neuankömmlingen verdienen – so wurden dem System immer neue Rekruten zugeführt. Zuerst erschienen Sally Brink die Lehren der Gruppe als tiefsinnig. Sie halfen ihr tatsächlich, mit ihrer Arbeitsbelastung besser fertig zu werden. Doch als sie 2017 an Brustkrebs erkrankte, wurde ihr gesagt, sie habe sich die Krankheit selbst zugefügt, um so die Aufmerksamkeit ihres Mannes zu erregen. Nun solle sie, kein weiteres Geld für die Behandlung aufwenden, sondern die ethisch richtige Entscheidung treffen und sterben – das riet ihr ihr Mentor.

US-Geheimbund: So funktioniert die bizarre Sex-Sekte mit Brandzeichen und Hollywood-Stars

Neue Mitglieder mussten einen Kursplan durchlaufen, der angeblich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhte, in Wahrheit aber vom Straf- und Belohnungssystem der Gruppe abhängig machte. Sie wurden süchtig nach Bestätigung und Belohnung. Dabei wurde ihnen eine Karriere in dem System in Aussicht gestellt, bei der sie bald nichts mehr bezahlen müssten, sondern Gewinne einfahren könnten.

Dazu kam es natürlich nie. Immer wieder wurden die Spielregeln geändert, sodass der ersehnte Aufstieg doch nicht stattfand. Neil Glazer, der leitende Anwalt der Klägerinnen, nimmt seine 80 Mandantinnen in Schutz. "Es ist leicht für jemanden, der gemütlich zu Hause sitzt, jetzt zu sagen: 'Die waren dumm. Das würde mir nie passieren.' So etwas passiert immer wieder. Selbst wenn ihnen jemand keine Waffe an den Kopf hält, bedeutet das nicht, dass sie gehen können, wann immer sie wollen."

Frauenfeindlichkeit und Abhängigkeit

Neben einer Psycho-Beratung soll Nxivm den Klägerinnen weisgemacht, auch Krankheiten wie das Tourettesyndrom und Zwangsstörungen heilen zu können. Gleichzeitig wurde der Lehrplan immer frauenfeindlicher. Die kanadische Schauspielerin Sarah Edmondson sprach einmal mit der "New York Times" über das Aufnahmeritual. Ihr wurde versprochen, im Geheimen würde die Schwesternschaft Wahlen entscheiden können und den Gang der Geschichte beeinflussen. Ihr wurde gesagt, dass sie nur eine kleine Tätowierung als Teil der Einweihung bekommen würde. Dazu musste sie Folgendes aufsagen: "Master, bitte brandmarken sie mich, es ist eine Ehre für mich."

Heute vermuten die Klägerinnen, dass auch ihre Programme eine Vorstufe des sexuellen Missbrauchs im engeren Kreis der Gruppe gewesen sein soll. Die langsame Indoktrinierung sollte dafür, dass bestimmte Frauen als Sexualpartnerinnen für Keith Raniere gedacht, das behauptet die Klage.

Quelle: NYT

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