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"Das Verschwinden von Madeleine McCann": Warum die Eltern der verschwundenen Maddie die Netflix-Doku ablehnen

Auf Netflix läuft seit einigen Tagen eine Doku-Reihe über das Verschwinden von Madeleine McCann. Der Haken an der Sache: Maddies Eltern lehnen die Serie ab – und kommen auch nicht direkt zu Wort.

Netflix-Doku: "Das Verschwinden von Madeleine McCann"

"Das Verschwinden von Madeleine McCann" – unter diesem Titel streamt Netflix seit vergangenem Freitag eine achtteilige Dokumentation, in der es genau um diese Frage geht: Unter welchen Umständen verschwand das kleine britische Mädchen Madeleine McCann? Der Tag, an dem sich das Leben ihrer Eltern und ihrer beiden jüngeren Geschwister komplett umkrempelte, ist nun schon fast zwölf Jahre her: Maddie lag am Abend des 3. Mai 2007 nicht in ihrem Bettchen, als ihre Mutter Kate nach der Dreijährigen sehen wollte.

Tatort war der kleine Ort Praia da Luz an der Algarve während eines Familienurlaubs der McCanns mit Freunden. Die Eltern saßen in einer Tapas-Bar in ihrer Ferienanlage, die Kinder schliefen wenige Gehminuten entfernt im Apartment. Mutter Kate unternahm während des Essens einen Kontrollgang zu den Kindern – aber nur noch die jüngeren Zwillinge schliefen tief und fest. Von Maddie keine Spur.

Gerry und Kate McCann gut einen Monat nach dem Verschwinden ihrer Tochter bei einer Pressekonferenz

Gerry und Kate McCann gut einen Monat nach dem Verschwinden ihrer Tochter bei einer Pressekonferenz. Maddies Eltern sind durch ihr Schicksal wahre Medienprofis geworden.

DPA

Der Fall Madeleine McCann – perfekter Stoff für eine Crime-Serie

Das Mädchen ist seitdem verschwunden und blieb es bis heute. Ob das Kind getötet wurde oder entführt, darauf gibt es noch immer kaum valide Hinweise. Der Fall ist so mysteriös, dass er sich offenbar hervorragend als Stoff für eine Unterhaltungsserie eignet. Das dachte sich auch der Streamingdienst Netflix, der mehr als 20 Millionen Euro in den eineinhalb Jahre dauernden Dreh investiert haben soll.

Als Zuschauer würde man von einer Doku über den Fall Maddie wohl erwarten, dass die Hauptprotagonisten, die Eltern, in direkten Interviews Stellung nehmen. Aber das ist nicht der Fall. Kate und Gerry McCann kommen in dem Achtteiler zwar zu Wort, aber es sind Teile aus älteren Filmsequenzen und TV-Interviews, die hier gezeigt werden. Direkt sprach Netflix nicht mit den McCanns, und das hat einen Grund, den das Paar ein paar Tage vor Anlaufen der Serie auf ihrer Website "findmadeleine.com" erklärte.

Eltern können "nicht erkennen, wie diese Sendung bei der Suche nach Madeleine helfen könnte"

In einem knappen Eintrag vom 6. März ist dort zu lesen, dass die McCanns von Netflix gefragt wurden, an der Doku teilzunehmen, dies aber abgelehnt haben: "Wir konnten und können noch immer nicht erkennen, wie diese Sendung bei der Suche nach Madeleine helfen könnte", ist dort zu lesen. In Anbetracht der Tatsache, dass es eine laufende polizeiliche Untersuchung zu dem Fall gebe, könne die Dokumentation sogar hinderlich sein. Ihre Ansichten zu dem Verschwinden ihrer Tochter würden daher in "Das Verschwinden von Madeleine McCann" nicht vorkommen, so die Eltern.

Warum genau die Doku bei der Suche nach Madeleine hinderlich sein könnte, erklären die McCanns in ihrem kurzen Statement nicht. Es scheint, als wollten sie sich nicht weiter auf eine Diskussion zu der Serie einlassen. Die gelernten Mediziner sind durch ihr Schicksal wahre Medienprofis geworden. Mit großem Aufwand suchen sie seit der verhängnisvollen Nacht im Mai 2007 nach ihrem Kind, haben Sponsoren für die teuren Nachforschungen gefunden und nach einigen Jahren eine Wiederaufnahme des Falls unter anderem durch Scotland Yard erreicht.

Maddie

Seitdem ihre Tochter verschwand, nutzten sie auch immer wieder die Presse, um ihre Tochter zu suchen, waren sogar Gast in der deutschen Sendung "Aktenzeichen XY … ungelöst". Es gibt eine Pressesprecherin, eine Website und auch eine ausgeklügelte Pressestrategie – auch diese beleuchtet die Netflix-Doku recht ausführlich.

Doch in dieser Serie, die sich zusammensetzt aus TV-Beiträgen von damals, nachgespielten Szenen und Interviews von Menschen, die irgendwie an dem Fall beteiligt waren, wollten die McCanns keinen Part haben.

Ein Kriminalfall, erzählt nach Regeln der Dramaturgie-Kunst

Warum aber könnte die Netflix-Serie bei der Suche nach ihrer Tochter sogar hinderlich sein? Um einer Antwort auf diese Frage näher zu kommen, muss man die Sendung sehen. Großen Raum nimmt  das Handeln der McCanns ein, den Umgang von Kate und Gerry McCann mit den Medien und der portugiesischen Polizei. Und erzählt wird "Das Verschwinden von Madeleine McCann" nach dramaturgischen Regeln, die vor allem eines bewirken sollen: den Zuschauer bei der Stange zu halten. So geraten zeitweise die genauen Abläufe der verhängnisvollen Nacht, die bei der Aufklärung des Falls hilfreich sein könnten, in den Hintergrund.

Dafür werden die Anschuldigungen gegen die Eltern, denen vorgeworfen wurde, den Tod ihrer Tochter versehentlich verursacht zu haben, umso breiter beleuchtet. Und auch dies geschieht nach allen Regeln der Filmkunst. Denn eine Zeit lang neigt man als Zuschauer tatsächlich der Erklärung zu, die McCanns hätten ihrer Tochter eine zu hohe Dosis Schlafmittel gegeben und das tote Mädchen dann verschwinden lassen.

Auch kommt der portugiesische Ermittler Goncalo Amaral ausführlich zu Wort, der bis heute behauptet, dass Madeleines Eltern für den Tod ihrer Tochter verantwortlich sein sollen. Er wurde während der Ermittlungen abgelöst und scheint bis heute ein wahrer Feind der McCanns zu sein. Seine Anschuldigungen wirken boshaft – aber dafür muss man die Serie weit genug gucken. Man muss dranbleiben, um zu erkennen, wie die – nachgewiesenermaßen haltlosen – Anschuldigungen gegen die Eltern entstanden und wie diese Theorie widerlegt wurde. Aus der Sicht von Gerry und Kate McCann mag diese Episode wie eine unnötige Schleife anmuten, die nichts dazu beiträgt, ihre Tochter zu finden. Aus der Sicht des Zuschauers ist der Part um die Anschuldigungen gegen die Eltern spannende Unterhaltung.

Freunde der McCanns kommen in der Netflix-Serie zu Wort

Letztendlich ist es vielleicht auch nicht ganz korrekt, dass die Sichtweise des Ehepaars McCann in der Doku nicht widergespiegelt wird. Denn es kommen durchaus Freunde und Verwandte zu Wort und Menschen, die direkt an der Suche nach dem Mädchen im Auftrag des Paars beteiligt waren.

"Das Verschwinden von Madeleine McCann" bleibt aber vor allen das, was man von einer Netflix-Serie erwartet: Sie ist spannende Unterhaltung, die einer breiten Öffentlichkeit den Fall Madeleine näher bringt. Nicht weniger – aber auch nicht mehr.

Quellen: findmadeleine.com, BBC, Netflix

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(