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US-Bundesstaat Florida: Mutter schubst autistischen Sohn in Kanal, er wird gerettet. Beim zweiten Versuch sind keine Retter da

Man kann sich kaum vorstellen, wie grausam die letzten Minuten im Leben des kleinen Alejandro aus Florida verlaufen sein müssen. Der Neunjährige wurde wohl von der eigenen Mutter ins Wasser gestoßen und ertrank - allerdings nicht beim ersten Versuch.

Die 45-Jährige sitzt in Haft. Ihr wird Mord an ihrem Sohn vorgeworfen.

Die 45-Jährige sitzt in Haft. Ihr wird Mord an ihrem Sohn vorgeworfen.

Es sind Videoaufnahmen, die einen fassungslos zurücklassen. Eine Frau führt ihren Sohn am Ufer eines Kanals an der Hand, plötzlich schubst sie das neunjährige Kind ins Wasser. Dann rennt sie panisch davon, scheint um Hilfe zu schreien. Minuten später kommt sie mit Passanten zurück, das Kind wird aus dem Wasser gezogen und überlebt – allerdings nicht für lange.

Lediglich eine Stunde später – so gestand es die 45-Jährige aus Florida gegenüber Ermittlern – führt sie ihren Sohn zu einem Teich einer Golfanlage, nicht weit entfernt von der ersten Stelle. Wieder schubst sie ihn ins Wasser, doch dieses Mal holt sie keine Hilfe. Der leblose Körper von Alejandro wird Stunden danach aus dem Teich gezogen. Ein Gerichtsmediziner wird später feststellen, dass er durch Ertrinken ums Leben kam. 

Dass der Junge seinen Rettern nach dem ersten Mordversuch nicht erzählen konnte, wie er in den Kanal gekommen war, hat einen tragischen Grund: Alejandro litt unter einer Form von Autismus und sprach nicht, wie mehrere US-Medien berichten.

Tatort Mordplatz

Mutter tischte Polizei Lügengeschichte auf

Zunächst hatte die Mutter die Polizei noch angelogen und behauptet, dass zwei schwarze Männer sie und ihren Sohn im Wagen überfallen und Drogen von ihr verlangt hätten. Als sie gesagt habe, dass sie keine Drogen besitze, hätten die beiden ihre Wertsachen gestohlen und ihren Sohn entführt. Seitdem habe sie den Jungen nicht mehr gesehen. Laut Polizei verwickelte sich die Frau jedoch derart in Widersprüche, dass sie festgenommen wurde und die Tat wenig später eingestand. Die Polizei sei auch in den Besitz des oben beschriebenen Videos gelangt, was den Tatverdacht gegen die Frau zusätzlich erhärtete. 

Die Tat ereignete sich bereits am Donnerstagabend, die Leiche des Kindes wurde wenige Stunden später gefunden. Seit Samstagmorgen sitzt die Mutter in Haft. Ihr werden Mord und versuchter Mord vorgeworfen.

Quellen: CNN / CNN (2)  / Local10

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