HOME

Russisch-finnische Grenze: Schleuser baut falschen Grenzposten, um Migranten hereinzulegen

Für 10.000 Euro werde er sie über die Grenze nach Finnland bringen, versprach ein Schleuser vier Männern aus Sri Lanka. Doch stattdessen baute er einen falschen Grenzposten und ließ sie im russischen Wald zurück. 

Ein Schild markiert die Grenze zwischen Russland und Finnland.

Ein Schild markiert die Grenze zwischen Russland und Finnland. Diese wollten auch vier Männer aus Sri Lanka passieren, doch sie fielen auf einen Betrug herein. 

Picture Alliance

In Russland wurde ein Mann festgenommen, weil er einen falschen Grenzposten errichtet hat, um Migranten vorzugaukeln, sie hätten, die russisch-finnische Grenze passiert. Wie der russische Inlandsgeheimdienst FSB mitteilte, soll der Festgenommene im Internet Kontakt zu vier Männern aus Südasien aufgenommen und ihnen versprochen haben, sie über die Grenze nach Europa zu bringen. Dafür habe er von ihnen mehr als 10.000 Euro verlangt, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. 

Am verabredeten Tag habe der Schmuggler sie in den Wald im Norden Russlands geführt, berichtete einer der Migranten der russischen Zeitung "Komsomolskaja Prawda". Stundenlang habe er sie um einen See herum geführt. Nachdem sie sich schließlich durch ein Dickicht gekämpft hatten, habe er sie zu einem vermeintlichen Grenzposten gebracht. "Jetzt seid ihr in Europa", habe er ihnen mitgeteilt und das Geld für seine "Dienste" verlangt. Die vier Männer aus Sri Lanka ahnten nichts Schlimmes, übergaben die geforderte Summe, passierten den Schlagbaum und machten sich auf den Weg weiter - im festen Glauben, bereits in Finnland zu sein.

Schleuser droht Verfahren wegen Betrug 

Umso erstaunter waren sie, als wenig später russische Grenzschutzbeamte vor ihnen standen. Wie sich herausstellte, hatten sie die russisch-finnische Grenze nie überquert. Der Grenzposten, den sie passiert hatten, war gefälscht. Offenbar hat ihr "Führer" durch die Wildnis sich Aufnahmen russischer Grenzposten im Internet angesehen und einen nachgebaut. Die vier Männer wurden festgenommen und werden nun in ihre Heimat abgeschoben. 

Ihrem Schleuser droht nun ein Verfahren wegen Betrug. Wie sich herausstellte, hält sich der Georgier selbst erst seit wenigen Jahren in Russland auf. Er wird im Gegensatz zu seinen Opfern, seine Heimat wohl nicht sobald wiedersehen. 

Der FSB teilte unterdessen mit, dass diese Form des Betrugs der Behörde zum ersten Mal begegnet sei. "Im Durchschnitt verhaften wir jedes Jahr 600 Personen, die versuchen, die Grenze zu Finnland oder Estland illegal zu überqueren", sagte ein Pressesprecher. Die meisten sind illegale Migranten und werden wieder aus Russland ausgewiesen. Der Grenzschutz warnt vor illegalen Überquerungen: "Wir haben eine ganze Reihe technischer Strukturen im Grenzgebiet. Darunter sind seismische Sensoren, Alarmsysteme, Wärmebildkameras und andere Systeme." 

Quellen: FSB, Interfax, "Komsomolskaja Prawda" 

ivi
Themen in diesem Artikel
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.