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Mutter und Schwester in "Bunte": "Würde uns niemals Leid zufügen": Familie von Rebecca stellt sich erneut hinter Schwager

Die Familie der vermissten Rebecca Reusch stellt sich abermals hinter den tatverdächtigen Schwager. Im Gespräch mit dem Magazin "Bunte" sprechen ihm die Mutter und Schwester der 15-Jährigen ihr Vertrauen aus.

15-Jährige auf Schulweg verschwunden: Wo ist Rebecca Reusch? Polizei bittet um Hinweise

Die Familie von Rebecca Reusch hält Florian R. weiterhin für unschuldig. Das bekräftigen die Mutter der Vermissten, Brigitte Reusch, und eine Schwester der Vermissten im Gespräch mit "Bunte".

Rebecca war am 18. Februar zuletzt im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen das Haus nicht lebend verließ, sondern getötet wurde. Der Schwager sitzt als Verdächtiger in Untersuchungshaft.

Mutter von Rebecca Reusch: "Er macht alles für uns"

"Florian ist für meinen Mann und mich wie ein Sohn", wird die 52-Jährige vom "bunte.de" in einer Vorabmeldung zitiert. "Florian macht alles für uns. Er hängt extrem an meinem Mann, seinem Schwiegervater, und würde uns niemals Leid zufügen." Solange man nicht "hundertprozentig" wisse, dass er etwas mit dem Verschwinden von Rebecca zu tun habe, "gilt für uns die Uschuldsvermutung", so Brigitte Reusch im Gespräch mit "Bunte". "Das nennt man Familie."

Zuvor hatte auch Bernd Reusch, 52, seinen Schwiegersohn in einem Gespräch mit RTL in Schutz genommen. "Wir glauben es nicht, weil das nicht seine Art ist. Das passt nicht zu ihm", sagte er zu dem Sender. Darüber hinaus sagte er, dass die Ermittlungen "mit einer anderen Sache" zusammen hängen würden, er dürfe allerdings nichts dazu sagen. Im Gespräch mit RTL forderte er: "Florian, rede einfach! Klär das, damit die ganze Suche in die andere Richtung geht. Und zwar in die richtige. Wir müssen Becci finden."

Für Jessica, die älteste Schwester von Rebecca und die Frau des Tatverdächtigen, sei "eine Welt zusammengebrochen, als mein Mann verhaftet wurde." Sie habe einen "tollen Mann", zitiert sie die "Bunte", und könne sich "absolut nicht vorstellen, dass Florian meiner Schwester etwas angetan haben könnte". Florian R. sei für Rebecca "wie ein großer Bruder, das hatte sie auch letztes Jahr in unsere Hochzeitszeitung geschrieben", sagte die Schwester. Sie sei mit Florian R. seit acht Jahren ein Paar. "Er ist ein herzensguter, sensibler Ehemann und rührender Vater für unsere Tochter. Ich stehe voll hinter ihm und werde ihn im Gefängnis besuchen, sobald er Besuchserlaubnis hat." 

Suche nach vermisster 15-Jähriger dauert an

Derweil geht die Polizei bei der Suche nach Rebecca erneut einer Spur in Brandenburg nach. Mitglieder der Mordkommission sowie das Technische Hilfswerk (THW) setzten am Mittwochmorgen ihre Untersuchungen in einem Wald bei dem Ort Rieplos 50 Kilometer südöstlich von Berlin fort, wie ein Polizeisprecher sagte. Dort waren die Spezialisten bereits am Dienstag im Einsatz gewesen. "Wir sind wieder dort, wo wir gestern aufgehört haben." 

Am Dienstag hatten Kriminaltechniker in weißen Schutzanzügen dort Spuren auf dem Boden am Waldrand untersucht. Dabei hielten sie auch eine Abbildung, vermutlich von Reifenspuren, zum Vergleich in der Hand. Das THW habe auch am Mittwoch wieder "Spezialtechnik" dabei, sagte der Sprecher, ohne den Begriff genauer zu erläutern. Ob auch wieder Suchhunde eingesetzt werden sollten, konnte die Polizei nicht sagen. "Alles weitere wird sich zeigen, je nachdem, was sich vor Ort ergibt." 

Die Mordkommission wertet derzeit weiter die insgesamt 1300 Hinweise aus, die in den rund drei Wochen seit Rebeccas Verschwinden eingingen. 

Etwa zwei Kilometer nördlich des derzeitigen Suchortes Rieplos verläuft die Autobahn von Berlin nach Frankfurt (Oder). Dort war das Auto des verdächtigen Schwagers von Rebecca am Tag des Verschwindens und am nächsten Tag erfasst worden. Bereits von Donnerstag bis Samstag hatten eine Hundertschaft Polizisten sowie Experten mit Leichensuchhunden einen Wald bei dem Ort Kummersdorf, nicht weit von der Autobahn entfernt, durchkämmt. Gefunden wurde nichts. 

Rebecca war am 18. Februar zuletzt im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen das Haus nicht lebend verließ, sondern getötet wurde. 

Hier geht's zum Zeugenaufruf der Polizei.

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Quellen: "Bunte", mit Material der Nachrichtenagentur DPA

fs