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Olympia 2021 Nach Tierquälerei-Vorwurf: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Fünfkämpferin Schleu und Raisner

Fünfkämpferin Annika Schleu steht die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben, als sie ihr Pferd mit Sporen und Peitsche traktiert, um es zum Springen zu bewegen
Fünfkämpferin Annika Schleu steht die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben, als sie ihr Pferd mit Sporen und Peitsche traktiert, um es zum Springen zu bewegen
© Marijan Murat / DPA
Es waren unschöne Szenen in Tokio: Weil sich die Fünfkämpferin Annika Schleu und ihr Pferd überhaupt nicht verstanden, trieb ihre Trainerin sie zum harten Einsatz mit der Gerte. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Die Potsdamer Staatsanwaltschaft ermittelt nach einer Anzeige des Tierschutzbundes wegen Tierquälerei gegen die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu und Bundestrainerin Kim Raisner. "Wir haben nach Feststellung eines Anfangsverdachts Ermittlungen gegen beide aufgenommen", bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Sebastian Thiele, am Montag auf Anfrage. Die Ermittlungen würden wegen des Wohnorts der Beschuldigten in der Potsdamer Behörde geführt.

Der Deutsche Tierschutzbund hatte nach Vorkommnissen bei den Olympischen Spielen Strafanzeige gegen die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu und Bundestrainerin Kim Raisner gestellt. Wie die Organisation mitteilte, wirft sie Schleu aufgrund der Ereignisse beim Reitwettbewerb Tierquälerei vor und Raisner Beihilfe zur Tierquälerei.

Schleu wehrt sich gegen Vorwurf

Das Schleu zugeloste Pferd hatte im Parcours in Tokio verweigert, Raisner hatte die weinende Berlinerin mit den Worten "Hau mal richtig drauf!" zum Einsatz der Gerte aufgefordert. Schleu habe in anschließenden Interviews Einsicht vermissen lassen, kritisierte der Tierschutzbund.

In einem Interview der Wochenzeitung "Die Zeit" hatte sich Schleu anschließend gegen den Vorwurf gewehrt, ihr Pferd im Wettkampf gequält zu haben. "Ich habe das Pferd nicht extrem hart behandelt. Ich hatte eine Gerte dabei, die vorher kontrolliert wurde. Genauso wie die Sporen. Ich bin mir wirklich keiner Tierquälerei bewusst", sagte die 31-Jährige.

les DPA

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