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Brandenburg : Schule schmeißt Lehrer mit Nazi-Tattoos raus – Gericht widerspricht

Ein Brandenburger Lehrer zeigte sich mit Tattoos aus der rechtsextremen Szene. Die Schule kündigte ihm daraufhin fristlos, doch die Gerichte widersprachen der Entscheidung.

Ein Skinhead mit rechtsextremen Tattoos

Lehrer aus dem rechtsextremen Milieu will die Albert-Schweitzer-Oberschule in Hennigsdorf nicht beschäftigen – muss es aber vorerst weiterhin (Symbolbild) 

Ein Lehrer mit rechtsextremen Tattoos ist an einer Oberschule im brandenburgischen Hennigsdorf aus dem Lehrdienst genommen worden. Er sei ins Schulamt versetzt worden, teilte das Bildungsministerium am Montag in Potsdam mit. Zudem leitete die Staatsanwaltschaft strafrechtliche Ermittlungen ein. Den Angaben nach hatte es im Sommer vergangenen Jahres erste Hinweise auf rechtsextreme Tattoos des Lehrers gegeben. Ende Januar habe sich der Verdacht der rechtsextremen Gesinnung erhärtet.

Jetzt ermittelt auch die Staatsanwaltschaft gegen den Mann

Laut einer Prüfung durch den Staatsschutz seien die Tattoos "zweifelsfrei der rechten bis rechtsextremen Szene" zuzuordnen, teilt das Ministerium weiter mit. Dem Lehrer wurde laut Bildungsministerium im Februar fristlos gekündigt. Die Gerichte widersprachen der Entscheidung jedoch, aus welchen Gründen, teilte das Ministerium zunächst nicht mit. Es ging in Berufung.

Außerdem ermittle die Staatsanwaltschaft Neuruppin gegen den Mann. Der Kündigungsstreit sei noch nicht rechtskräftig entschieden. Bis zum Abschluss muss das Schulamt Neuruppin den Mann weiter vertragsgemäß beschäftigen.

ame / dpa