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Held des Alltags: Trucker rettet 64 Hunde und Katzen vor Hurricane Florence – mit einem Schulbus

Es gibt sie: die echten Helden des Lebens. Als letzte Woche Hurrikan "Florence" auf die Südküste der USA trifft, macht sich Tony Alsup auf den Weg. Er rettet 53 Hunde und elf Katzen vor dem Tropensturm. 

Tony Alsup vorn im Bild. Hinter ihm sind Boxen, in der die Tiere transportiert werden

Tony Alsup mit den geretteten Tieren im Gepäck. 

Letzte Woche Freitag traf "Florence", ein Hurrikan der Kategorie 1, auf die Südküste der USA. Der Sturm verursachte massive Schäden, setzte zahlreiche Straßen unter Wasser und hunderttausend Menschen waren ohne Strom. Tausende Anwohner mussten vor dem Tropensturm flüchten. In North und South Carolina, Georgia, Maryland und Virginia sowie der Hauptstadt Washington hatten die Behörden den Notstand ausgerufen. Insgesamt 1,7 Millionen Menschen wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Doch wer denkt in einer solchen Lage an die Lebewesen, die sich nicht selbständig in Sicherheit bringen können? 

Rettungsaktion mit Schulbus

Tony Alsup ist ein echter Held. Der 51-jährige Trucker aus Greenback im Bundesstaat Tennessee, macht sich mit einem typisch amerikanischen Schulbus auf den Weg nach South Carolina. Dort möchte er die Lebewesen retten, an die außer ihm in dieser Situation niemand zu denken scheint. Aus einem Tierheim rettet er 53 Hunde und 11 Katzen. Das Heim liegt direkt in der Zone, in der der Tropensturm wüten soll. Das berichtet die Washington Post

Er bringt die Tiere auf den Sitzen seines Busses unter und fährt sie in eine vorläufige Unterkunft in Foley in Alabama. Von dort aus sollen die geretteten Tiere in Unterkünfte im ganzen Land verteilt werden. Die Aktion teilt der Retter auf seiner Facebook-Seite und erhält sehr viel Zuspruch. 

Good morning everyone! We were extremely busy yesterday and today is about to be as well but WE LOVE IT!!! The team of...

Gepostet von Tony Alsup am Freitag, 14. September 2018

Nicht seine erste Rettungsaktion

Als Hurrikan Harvey im vergangenen Jahr vor der Küste von Texas wütete, startete Tony seine erste Rettungsaktion. Zuvor sah er in den Nachrichten, dass viele Tierheime mit geretteten Tieren überfüllt sind. Er beschließt, diese Tiere in freie Unterkünfte zu transportieren.

Zu diesem Zeitpunkt ist ihm schon klar, dass er dies nicht mit einem einfachen Anhänger bewerkstelligen kann – dieser würde niemals ausreichen. Er kauft sich für 3200 Dollar einen Schulbus und fährt damit nach Texas. Seitdem fährt Tony immer wieder in Hurrikan-Zonen – bringt Vorräte oder rettet Tiere. "Ich liebe es", sagt der Retter. Er möchte auf jeden Fall weiter nach Tieren in Not Ausschau halten und ihnen helfen.