VG-Wort Pixel

Kritik an Malereien Goldene Kutsche kommt ins Museum – warum ist das Gefährt aus den Niederlanden so umstritten?

Goldene Kutsche (Gouden Koets)
Kurator Paul Rem öffnet im Museum im Palast Het Loo die Goldene Kutsche (Gouden Koets)
© Robin Van Lonkhuijsen / DPA
Die rund 120 Jahre alte Goldene Kutsche weckt nicht bei jedem Niederländer positive Assoziationen. Das mit Malereien verzierte Gefährt soll deshalb vorerst nicht mehr bewegt werden und wird stattdessen in einem Museum ausgestellt. Weshalb ist es bei vielen Niederländern so unbeliebt?

Einmal im Jahr ist die Goldene Kutsche in der Niederlande in Gebrauch. Im September zur Eröffnung des parlamentarischen Jahres fährt dann das Königspaar zum Parlament. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch auf: Die malerischen Verzierungen auf der Kutsche zeigen rassistische Symbole. Sie bilden eine weiße Frau auf einem Thron ab, die von schwarzen Menschen auf Knien beschenkt wird. Viele Niederländer kritisieren deshalb den Gebrauch der Goldenen Kutsche. 

Willem-Alexander hatte im Sommer noch erklärt, dass das "Sklaven-Bild" bei der Restaurierung nicht entfernt werde. "Es ist Teil des niederländischen Kulturerbes." 

"Sklaven-Bild" auf Goldener Kutsche

Das Amsterdam Museum zur Stadtgeschichte plant eine umfangreiche und "diverse Ausstellung zur Geschichte der Kutsche. Dabei würden auch Kolonialismus und Rassismus thematisiert, teilte das Museum mit. 

Die Goldene Kutsche war ein Geschenk der Amsterdamer Bürger 1898 an Königin Wilhelmina zu Ehren ihrer Thronbesteigung. Seit Beginn der Restaurierung 2016 fuhr das Königspaar in der sogenannten Gläsernen Kutsche. Im nächsten Jahr steht die goldene Kutsche im September im Museum.

deb DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker