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Verrücktes Wetter an Heiligabend: Warme statt weiße Weihnachten

Ein Fest der Rekorde: Am Montag können Süddeutsche Temperaturen bis 20 Grad erwarten – das wärmste Weihnachten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Norden und Osten bleibt es dagegen kühl.

Es droht eine fast schon heiße Bescherung: An Heiligabend wird es in diesem Jahr in weiten Teilen Deutschlands rekordverdächtig warm. "Die Kanarendüse dreht am Heiligabend so richtig auf. Schon am vierten Adventssonntag wurden im Südwesten in Freiburg frühlingshafte 15 Grad gemessen", sagt Meteorologe Dominik Jung wetter.net.

In Bayern, wo das Fest sonst am schneesichersten ist, könnte es der wärmste Heiligabend werden, den es je gab. Im Nordosten bleibt es dagegen mit bis zu fünf Grad winterlich und morgens auch glatt. In München und im Alpenvorland seien bis zu 20 Grad möglich, sagte auch ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Bislang war es in München am 24. Dezember 1977 mit 14,5 Grad am wärmsten.

Im Rheintal in Baden-Württemberg werden an Heiligabend bis zu 17 Grad erwartet, in Stuttgart und im Rhein-Main-Gebiet bis zu 15 Grad. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen wird der Heiligabend-Rekord von 1977 mit 16,6 Grad am Kölner Flughafen wohl knapp nicht gebrochen.

Wetterkapriolen am vierten Adventswochende

Während es am vierten Adventswochenende im Süden und Westen bereits fast frühlingshaft war, behinderten im Norden und Osten gefrierender Regen und Schnee den Weg zur Familie oder in den Kurzurlaub. Die Bahn berichtete am Sonntag, der Zugverkehr verlaufe so gut wie reibungslos. Nur im Norden beschädigte Eisregen Oberleitungen, was die modernen E-Loks zwischen Hamburg und Sylt vorübergehend lahmlegte. Vor zwei Jahren hatte es bei der Bahn große Probleme rund um Weihnachten gegeben.

Auf dem Brocken im Harz gab es am Sonntag Blitzeis, auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, erschwerten stürmischer Wind und hohe Lawinengefahr den Skibetrieb. Wegen starken Windes fuhr die Eibsee-Seilbahn nicht, Wintersportler mussten die Zahnradbahn nehmen.

Unfälle in Schleswig-Holstein und Hamburg

In Deutschland kommt es selten vor, dass an Heiligabend und den beiden Feiertagen im ganzen Land Schnee liegt. Zuletzt war das 2010 und 1981 der Fall - eine geschlossene Schneedecke und mindestens ein Zentimeter Schnee sind für den Deutschen Wetterdienst (DWD) die Voraussetzung, um von einer "weißen Weihnacht" zu sprechen.

Im Norden und Osten führten am Sonntag zum Teil spiegelglatte Straßen zu hunderten Unfällen. Allein Schleswig-Holstein und Hamburg krachte es mehr als 100 mal. Bei einer Massenkarambolage mit 14 Wagen auf der Autobahn A23 (Hamburg-Heide) wurden nahe Rellingen bei Pinneberg sechs Menschen leicht verletzt. Auf glatten Bürgersteigen stürzten viele Menschen. Bereits in der Nacht zum Samstag starb auf Usedom (Mecklenburg-Vorpommern) ein 25-Jähriger, nachdem sein Auto auf Schnee ins Schleudern geraten war und sich überschlug.

Tauwetter lässt Flüsse anschwellen

Auch an den Weihnachtsfeiertagen und zwischen den Jahren ist laut DWD kein flächendeckender Winter in Sicht. Zwar werde es im Vergleich zu Heiligabend wieder etwas kühler, doch soll es mild bleiben. Dabei ist es oft trüb, bewölkt und regnerisch.

Das Tauwetter ließ die Flüsse anschwellen, die Hochwasserzentralen in Mainz und Trier etwa sagten bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag steigende Pegelstände voraus. Die Hochwasserschutzexperten der Stadt Köln sehen den steigenden Rheinpegel gelassen. Am zweiten Weihnachtstag könnte er etwa 8,00 Meter betragen. Die Rheinpromenade am Rande der Altstadt wird aber erst bei 8,20 Meter überspült.

Extreme Gegensätze zwischen Spanien und Russland

In West- und Mitteleuropa herrschen besonders milde Temperaturen. Für Mallorca sind für Heiligabend 20 Grad, für Las Palmas auf den Kanaren 22 Grad angesagt. Dort kann man Weihnachten im T-Shirt feiern und draußen den Grill anschmeißen.

Ganz anders dagegen das Wetter in Russland. In der Region um die Hauptstadt Moskau wird zum Montag mit Temperaturen von bis zu minus 30 Grad gerechnet. Ab minus 25 Grad sind die russischen Kinder von der Schulpflicht befreit. In Sibirien wurden in den vergangenen Tagen schon Temperaturen um die minus 50 Grad erreicht. Durch ungewöhnlichen vorweihnachtlichen Dauerfrost sind in Russland bislang 88 Menschen ums Leben gekommen.

tib mit Agenturen
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.