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Verwirrung um die "Gorch Fock": Segelschulschiff besucht nun doch Peru

Entgegen anderslautender Meldungen ist die "Gorch Fock" am Sonntag doch zu Besuch in Peru eingetroffen.

Die "Gorch Fock" ist am Sonntagabend deutscher Zeit im peruanischen Hafen Callao eingelaufen. Das Segelschulschiff wird Anfang Mai in Kiel erwartet. Zuvor hatte die staatliche Hafenbehörde verlauten lassen, der Dreimaster habe seinen geplanten Besuch abgesagt. Ob sich die Besatzung kurzfristig umentschieden hat oder es sich von Anfang an um eine Falschmeldung handelte, ist nicht bekannt.

Die "Gorch Fock" befindet sich zurzeit ohne den vom Dienst suspendierten Kommandanten Norbert Schatz auf ihrer Heimfahrt. Nach der erstmaligen Umrundung von Kap Hoorn hatte das Schiff zunächst Ushuaia auf Feuerland und dann den chilenischen Hafen Valparaiso angelaufen. Von dort war sie am 15. Februar Richtung Callao aufgebrochen. Die Bark soll an der Westküste Südamerikas hinauf bis zum Panama-Kanal segeln und dann durch die Karibik und den Atlantik nach Deutschland zurückkehren, wo sie Ende April oder Anfang Mai eintreffen dürfte.

Von Ushuaia bis Valparaiso war ein Untersuchungsteam unter Leitung des Marineamtschefs Horst-Dieter Kolletschke mitgesegelt. Das Team hatte die Stammbesatzung des Dreimasters befragt, nachdem Offiziersanwärter von Drangsalierungen und sexueller Belästigung berichtet hatten. Außerdem gab es Kritik am Umgang mit dem tödlichen Unfall einer Kadettin. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hatte Schatz daraufhin suspendiert.

jwi/DPA / DPA