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Video Frontex: Unterstützen Litauens Grenzschutz zu Belarus

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex schickt nicht wie bisher angekündigt 30, sondern 60 Beamte an die litauische Grenze zu Belarus, um den Behörden des EU-Landes nach eigenen Angaben bei der Abweisung und Aufnahme von tausenden Migrantinnen und Migranten zu helfen, die aus Drittstaaten über Belarus in die EU wollen. Das teilte Frontex am Montag mit. Exekutivdirektor Fabrice Leggeri sagte in Vilnius, es sei das erste Mal, dass die Agentur in der Region eingesetzt werde. „Diese Migrationskrise wurde geschaffen, um politischen Druck auszuüben und einige EU-Entscheidungen zu beeinflussen. Insbesondere die Sanktionen, die von der EU beschlossen wurden." Die Regierung Litauens wirft Belarus vor, Migranten aus dem Ausland einzufliegen, um sie dann über Litauen in die EU einzuschleusen. Belarus' Präsident Alexander Lukaschenko hatte damals als Reaktion auf EU-Sanktionen gegen sein Land erklärt, er werde die Grenze nicht mehr überwachen. Die Zahl der Migrierenden, die aus Belarus nach Litauen kommen. Ist in diesem Jahr sprunghaft auf fast 2.100 angestiegen. Allein im Juli kamen offiziellen Angaben zufolge mehr als 1.400 Menschen über die Grenze. Während in der ersten Jahreshälfte die meisten Geflüchteten und Migranten laut Frontex aus dem Irak, Iran und Syrien kamen, stammte die Mehrheit demnach im Juli aus Kongo, Gambia, Guinea, Mali und Senegal. Frontex wird nach eigenen Angaben den Grenzschutz ab dem 29. Juli unterstützen.
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Die EU-Agentur teilte am Montag mit, sie werde 60 Beamte nach Litauen schicken. In den vergangenen Monaten wollen ungewöhnlich viele Migranten über Belarus in die EU.

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