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Video Impfangebote für Migranten und Obdachlose

Schlangestehen für eine unkomplizierte Corona-Impfung in der französischen Hauptstadt Paris. Die französische Organisation Ärzte ohne Grenzen hat hier Zelte aufgestellt, wo sich Migranten und Obdachlose impfen lassen können - ohne bürokratischen Aufwand und ohne irgendwelche Dokumente, wie zum Beispiel einem Sozialversicherungsausweis. Der ist laut Gesetz zwar nicht für eine Impfung vorgeschrieben, einige Impfzentren verlangen ihn aber. Auch sonst gebe es gerade für Migranten einige Hürden, sagt Brice Daverton von Ärzte ohne Grenzen: "Es gibt eine ganze Reihe von Hindernissen, die sie davon abhalten, die normalen Impfzentren aufzusuchen, unter anderem, weil wir derzeit einen Internetzugang brauchen, um einen Termin online zu buchen. Außerdem muss man Französisch sprechen, und das ist für manche Migranten schwierig." Seit der Einrichtung der Pop-up-Impfzentren Anfang Juni in der Region Paris hat Ärzte ohne Grenzen nach eigenen Angaben rund 5.400 Menschen geimpft. Viele, die hierherkommen, sind aus Nordafrika, dem Nahen Osten und Asien nach Frankreich geflüchtet. Ali Gul Sahil ist aus Afghanistan gekommen: "In Frankreich gibt es viele Probleme, wenn man nicht geimpft ist, man kann nicht in die Geschäfte gehen, nicht in die Restaurants, das ist so eine Sache. Wenn ich in die Geschäfte gehe und keine zwei Dosen des Impfstoffs habe, kann ich nicht einkaufen gehen." Wer in Frankreich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchte, muss fast immer den sogenannten Gesundheitspass vorzeigen. Den bekommt man, wenn man einen Nachweis einer Zweifach-Impfung, einer Genesung oder über einen negativen Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorzeigen kann. Mehr als 70 Prozent der französischen Bevölkerung haben ihre erste Dosis erhalten, und 57 Prozent sind schon vollständig geimpft. Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen wollen dafür sorgen, dass die Impfquote noch besser wird.
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In Paris bietet die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" Corona-Impfungen ohne Bürokratie an.

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