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Video Spahn: Quarantäne-Regelung "Frage von Fairness"

HINWEIS: Dieser Beitrag wird ohne Sprechertext gesendet. O-Ton Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister: "Hintergrund, das ist wichtig, ist das geltende Infektionsschutzgesetz, vom Bundestag beschlossen. Das sieht ausdrücklich vor, dass in den Fällen, wo eine empfohlene Schutzimpfung verfügbar ist, keine Lohnersatzleistungen mehr zu zahlen sind. Wir haben uns darauf verständigt, dass ab dem 1. November diese Regelung deswegen gelten soll, weil bis dahin auch jeder, der sich jetzt auch in der Impfaktionswoche nochmal hat erstimpfen lassen, die Chance gehabt hat, zur zweiten Impfung. Sodass auch diejenigen, die sich jetzt noch entscheiden in den nächsten Tagen, auch aufgrund dieser Regelung zu einer Impfung dann tatsächlich mit der Zweitimpfung sich noch schützen können, aber eben auch dann von dieser Regelung nicht betroffen sind. Gelegentlich wird darüber gesprochen, dass das Druck bedeuten würde für Ungeimpfte. Ich denke, wir müssen das andersherum sehen. Es ist auch eine Frage von Fairness. Daher ist auch diese gesetzliche Regelung entstanden. Diejenigen, die sich und andere durch eine Impfung schützen, haben ja dann auch die berechtigte Frage, warum eigentlich für jemanden, der im Urlaub war, im Risikogebiet und weil er nicht geimpft ist, der, der dann in Quarantäne muss, warum sie dann für so jemand mitzahlen? Also die Debatte muss man ja aus beiden Aspekten sehen. Und dann ist es eben auch wichtig, wenn Menschen sagen, es ist ihre freie persönliche Entscheidung. Das bleibt es auch, ob sie sich impfen lassen oder nicht, dass mit dieser Entscheidung dann eben auch die Verantwortung kommt, finanzielle Folgen zu tragen. Das gilt bei den Tests, die ab dem 11. Oktober nicht mehr kostenlos sind für den Restaurantbesuch, für die Veranstaltung. Und das gilt eben ab dem 1. November spätestens in allen Ländern dann auch für die Quarantäne-Zahlung."
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Die Gesundheitsministerkonferenz hat ein Ende der Entschädigungszahlungen für Ungeimpfte in Quarantäne spätestens zum 1. November beschlossen.

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